Zwei Jahre vor dem ursprünglichen Zeitplan: Circus SE meldet erste Umsätze aus dem Verteidigungsgeschäft — und das noch in diesem Jahr. Die Defence-Tochter hat ihren ersten Militärroboter bei der Bundeswehr in Alt Duvenstedt in Betrieb genommen, nur drei Monate nach Vertragsabschluss.
Das ist kein Pilotprojekt auf dem Papier. Der CA-1, das Flaggschiff-Kochsystem für feste Infrastrukturen wie Kasernen, läuft bereits. Für das dritte Quartal 2026 folgen die ersten Auslieferungen des mobilen Außeneinsatz-Systems CA-M V1 — konzipiert für Feldlager und Katastrophenschutz.
NATO-Pipeline nimmt Form an
Die Kundenliste wächst schnell. Neben der Bundeswehr sind Litauen und die Ukraine bereits bestätigte Abnehmer. Aktive Gespräche laufen mit Armeen aus mehr als zehn europäischen NATO-Staaten.
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Die strategische Logik dahinter ist klar: Circus will die Abhängigkeit vom zivilen Gastronomiemarkt reduzieren, der 2025 rund 2.900 Insolvenzen in Deutschland verzeichnete — ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein zweites Standbein mit staatlichen Abnehmern und längeren Vertragslaufzeiten ändert das Risikoprofil des Unternehmens grundlegend.
Zukauf und operativer Engpass
Parallel dazu unterzeichnete Circus eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des belgischen Food-Robotik-Unternehmens Alberts. Das 2015 gegründete Unternehmen betreibt Installationen in sechs Ländern, Kunden sind unter anderem Danone, Decathlon und Sodexo. Der Abschluss ist bis Ende des zweiten Quartals 2026 geplant.
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Auf der operativen Seite klafft eine auffällige Lücke: Dem Auftragsbuch mit mehr als 550 Maschinen stehen aktuell gerade einmal bis zu acht Auslieferungen pro Monat gegenüber. Das Management will die Kapazität schrittweise steigern — auf 16 Einheiten im Sommer, 32 im Herbst, 64 bis Jahresende. Ob dieser Hochlauf reibungslos gelingt, bleibt die entscheidende operative Frage.
Die Systemverfügbarkeit liegt laut Q1-Update bei über 90 Prozent, der tägliche Wartungsaufwand pro Maschine sank von 128 auf 90 Minuten. Aktuell sind 17 Roboter bei Kunden im Einsatz.
Kurs gibt nach — Cantor Summit im Mai
Die Aktie notiert bei 8,34 Euro und verlor zuletzt rund 6 Prozent binnen 24 Stunden. Im Mai präsentiert sich das Management auf dem Cantor European Summit — dort dürften Investoren konkrete Details zur Alberts-Integration und zum Stand der NATO-Logistikprojekte einfordern. Die Präsentation wird zum ersten öffentlichen Stresstest für die ambitionierten Wachstumsziele des Unternehmens.
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