Der große Befreiungsschlag für die Krypto-Branche droht zu scheitern. Nur Stunden vor der geplanten Abstimmung im US-Senatsausschuss hat Coinbase-Chef Brian Armstrong am Mittwoch die Reißleine gezogen. Seine Botschaft auf X war unmissverständlich: Das vorliegende Gesetzespaket sei „materiell schlechter als der derzeigte Status quo“.
Der Rückzug des Marktführers wiegt schwer. Ohne die Unterstützung von Coinbase ist völlig unklar, ob die Senatoren das Regelwerk überhaupt weiter vorantreiben können. Das Unternehmen hat Millionen in politische Kampagnen gesteckt, um krypto-freundliche Kandidaten ins Amt zu bringen. Nun stellt sich ausgerechnet der wichtigste Player gegen den Entwurf.
Was steht im umstrittenen Gesetz?
Der am Montag vorgestellte Entwurf sollte erstmals definieren, wann Krypto-Token als Wertpapiere oder Rohstoffe gelten. Die Aufsicht über den Spot-Krypto-Markt wäre der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) übertragen worden – ein Schritt, den die Branche seit Jahren fordert.
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Doch Armstrong sieht in dem Papier „zu viele Probleme“. Seine Kritikpunkte sind konkret: Das Gesetz verbiete faktisch tokenisierte Aktien, beschneide die Befugnisse der CFTC und würde durch geplante Änderungen „die Belohnungen für Stablecoins töten“. Besonders die Stablecoin-Regelungen treffen Coinbase ins Mark – sie verbieten Zinszahlungen allein für das Halten solcher Token.
Senat verschiebt Abstimmung
Die Reaktion aus Washington kam prompt. Senator Tim Scott verkündete über soziale Medien, die für Donnerstag um 10 Uhr angesetzte Sitzung sei verschoben. Die Lawmakers wollten eigentlich Änderungsanträge diskutieren und über das Gesetz debattieren.
Armstrongs Fazit fiel eindeutig aus: „Wir wollen lieber gar kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz.“ Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch, dass weitere Verhandlungen zu einem besseren Ergebnis führen könnten. Die Kryptowährungen müssten auf Augenhöhe mit anderen Finanzdienstleistungen behandelt werden.
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Bitcoin profitiert – Altcoins unter Druck
Der Bitcoin ignorierte das politische Drama weitgehend. Am Donnerstag kletterte die Leitwährung um 1,4 Prozent auf 96.370 Dollar – der höchste Stand seit zwei Monaten. Damit setzte sich die Erholung fort, die nach der jüngsten Mega-Order von Strategy einsetzte. Die magische 100.000-Dollar-Marke bleibt aber außer Reichweite.
Anders sieht es bei den Altcoins aus. Ethereum verlor 0,6 Prozent auf 3.312 Dollar, XRP büßte 2,4 Prozent ein. Cardano brach sogar um 4,6 Prozent ein. Auch die Memecoins litten: Dogecoin gab 2,7 Prozent ab, der Trump-Token verlor 4,1 Prozent.
Ein Detail gibt Analysten zu denken: Bitcoin handelt an der Coinbase-Börse weiterhin mit einem Abschlag zum globalen Durchschnitt. Dieser Trend hält seit Mitte Dezember an und deutet auf schwache Nachfrage von Kleinanlegern in den USA hin. Die geopolitischen Spannungen – von Venezuela bis Iran – dämpfen die Risikobereitschaft zusätzlich.
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