Die Commerzbank hat das 35-Milliarden-Euro-Übernahmeangebot der UniCredit offiziell zurückgewiesen. Das Frankfurter Institut begründet die Ablehnung damit, dass die von UniCredit skizzierten Eckpunkte keine Synergien aufzeigten, die nicht auch durch die eigene Strategie erreichbar wären. Zudem fehle eine angemessene Übernahmeprämie.
UniCredit hält bereits rund 30 Prozent an der Commerzbank — direkt und über Finanzinstrumente. Das verleiht den Italienern erhebliches Gewicht auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2026. Die Commerzbank-Führung setzt dagegen auf die Unterstützung der übrigen Aktionäre und hält ihnen eine klare Perspektive hin: Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie, ein abgeschlossenes Aktienrückkaufprogramm über 524 Millionen Euro sowie die Aussicht auf noch höhere Kapitalrückflüsse.
Neue Finanzziele als Verteidigungslinie
Das Kernstück der Unabhängigkeitsstrategie folgt am 8. Mai 2026. Gemeinsam mit den Ergebnissen des ersten Quartals will die Bank aktualisierte Finanzziele präsentieren. Analysten erwarten konkrete Anhebungen der Renditeziele — die Bank hatte bereits im Februar angedeutet, dass die ursprünglichen Ziele für 2028 übertroffen werden könnten. Je überzeugender diese Zahlen ausfallen, desto schwieriger wird es für UniCredit, die breite Aktionärsbasis für das aktuelle Angebot zu gewinnen.
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Kapitalmarkt-Signal in der Übernahmedebatte
Parallel zur Auseinandersetzung demonstrierte die Commerzbank gestern operative Stärke: Sie platzierte zwei Tranchen gedeckter Schuldverschreibungen im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro. Die starke Nachfrage erlaubte es, die Preisvorstellungen im Bookbuilding einzuengen — ein Signal, dass Gläubiger dem Institut trotz des Übernahmedrucks uneingeschränkt vertrauen.
Die zwölf Tage bis zur Strategiepräsentation am 8. Mai gelten als entscheidende Phase. Liefert die Commerzbank dort überzeugende Zahlen, dürfte das Angebot der UniCredit für viele Aktionäre noch unattraktiver werden.
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