Ein offizielles Übernahmeangebot, das den Aktienkurs der Zielgesellschaft deutlich unterbietet. UniCredit hat im Ringen um die Commerzbank Fakten geschaffen. Die Mailänder Großbank legte am Dienstag ihre formelle Offerte vor und setzt das Frankfurter Institut damit unter Zugzwang.
Aktionäre sollen für jedes Commerzbank-Papier 0,485 eigene UniCredit-Aktien erhalten. Gemessen am Referenzkurs der Italiener entspricht das einem Wert von rund 31 Euro je Anteilsschein. Die Annahmefrist für das Angebot läuft bis zum 16. Juni. Die formelle Einreichung erfolgte unmittelbar nach der Zustimmung der UniCredit-Aktionäre zu einer notwendigen Kapitalerhöhung.
An der Börse verpufft der Vorstoß aus Mailand. Die Commerzbank-Aktie beendete den Dienstagshandel bei 35,59 Euro. Damit notiert das Papier weit über der gebotenen Summe. Marktbeobachter werten diesen Aufschlag als klares Signal: Investoren spekulieren auf ein höheres Gebot oder eine erfolgreiche Verteidigungsstrategie der Frankfurter.
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Die Papiere zeigen ohnehin enorme Stärke. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Kurs um gut 45 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von knapp 89 aktuell eine massiv überkaufte Marktsituation.
Strategie-Update als Verteidigungslinie
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank kündigten eine sorgfältige Prüfung der Unterlagen an. Gemäß dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz wird das Gremium nun fristgerecht eine begründete Stellungnahme abgeben. Das Management hatte das Vorgehen der Italiener in der Vergangenheit bereits als feindlich eingestuft. Konstruktive Vorschläge aus Mailand fehlten bislang.
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Der Fokus verschiebt sich nun auf den kommenden Freitag. An diesem Tag präsentiert die Commerzbank ihre Quartalszahlen und ein aktualisiertes Strategie-Update bis zum Jahr 2030. Die Veranstaltung gilt als zentrale Plattform für das Management, um die Eigenständigkeit zu untermauern.
Flankiert wird dieser Kurs durch geplante Kapitalrückgaben. Die Bank will Aktionäre über eine Kombination aus Aktienrückkäufen und Ausschüttungen überzeugen. Für das kommende Geschäftsjahr steht bereits eine vorgeschlagene Dividende von 1,10 Euro je Aktie im Raum.
UniCredit-Chef Andrea Orcel deutete Berichten zufolge geringfügige Nachbesserungen beim Preis an. Substanzielle Sprünge erwarten Analysten indes nicht. Bis zum Ablauf der Annahmefrist Mitte Juni liegt der Ball bei der Commerzbank, die am 8. Mai ihre finanzielle Schlagkraft beweisen muss.
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