Die Commerzbank-Aktie durchlebt turbulente Zeiten. Während UniCredit bereits knapp 29 Prozent der Anteile hält, dämpft CEO Andrea Orcel nun die Erwartungen an eine baldige Vollübernahme. Seine Begründung ist simpel: Die Commerzbank sei schlicht zu teuer bewertet.
Die Bewertungslücke zwischen beiden Instituten hat sich als entscheidende Hürde entpuppt. UniCredit notiert deutlich günstiger als die Commerzbank – ein Aufschlag für die restlichen Anteile kommt für Orcel unter diesen Bedingungen nicht infrage. Wirtschaftlich unvernünftig, wie er betont.
Paradoxe Bewertungsfalle
Die Situation ist verzwickt: Einerseits spiegelt die hohe Bewertung das Vertrauen der Investoren in die eigenständige Strategie der Bank wider. Andererseits macht genau diese Bewertung die Commerzbank als Übernahmeziel unattraktiv. Sollte die Übernahmefantasie schwinden, droht der Aktie Gegenwind – insbesondere wenn die operativen Zahlen die hochgesteckten Erwartungen verfehlen.
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Der Übernahmeprozess zieht sich bereits seit Herbst 2024 hin. Im April 2025 gab das Bundeskartellamt zwar grünes Licht für eine weitere Beteiligungsaufstockung durch UniCredit. Eine finale Entscheidung steht jedoch weiterhin aus.
CEO Orlopp auf Roadshow
Derweil demonstriert die Commerzbank Selbstbewusstsein. Beim German Investment Seminar vom 12. bis 14. Januar 2026 in New York traf CEO Bettina Orlopp mit institutionellen Anlegern zusammen. Die Botschaft: Die Bank ist operativ stark genug für den Alleingang.
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Kann diese Stand-Alone-Strategie überzeugen, wenn ein Großaktionär mit Übernahmeabsichten im Nacken sitzt? Die Comdirect-Tochter zeigt sich jedenfalls kämpferisch und bietet Sparern ab sofort 2,75 Prozent Zinsen auf Tagesgeld. Parallel emittiert die Bank Green Tier 2 Notes im Volumen von 500 Millionen Euro mit Laufzeit bis 2038.
Entscheidung am 11. Februar
Die Aktie notierte am Dienstag im XETRA-Handel bei 35,76 Euro, nahezu unverändert. Auf Jahressicht steht dennoch ein beachtliches Plus von rund 110 Prozent zu Buche – getragen vor allem von Übernahmespekulationen.
Der 11. Februar 2026 wird zum Schlüsseltermin. Dann legt die Commerzbank ihre Jahresbilanz vor. Die Zahlen müssen liefern, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen – und Orlopps Strategie Glaubwürdigkeit zu verleihen.
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