Commerzbank: Strategie-Update am 8. Mai

Die Commerzbank stemmt sich mit angehobenen Gewinnprognosen gegen die Übernahme durch die italienische UniCredit.

Commerzbank Aktie
Kurz & knapp:
  • UniCredit bietet Aktientausch für Commerzbank
  • Bundesregierung und Betriebsrat lehnen Übernahme ab
  • Commerzbank will Finanzziele im Mai anheben
  • Aktie profitiert von Übernahmefantasie

UniCredit greift nach der Commerzbank. Das Frankfurter Institut wehrt sich vehement gegen die feindliche Übernahme. Die Waffe der Wahl: aktualisierte Finanzziele. Mit den Quartalszahlen im Mai will der Vorstand beweisen, dass die Bank allein besser dasteht.

Fronten verhärten sich

Am 20. April wies die Commerzbank das Vorgehen der Italiener offiziell zurück. Die Mailänder Großbank bietet 0,485 eigene Aktien für ein Commerzbank-Papier. Das entsprach bei Ankündigung einem Preis von knapp 30,80 Euro. Die Frankfurter kritisieren das Angebot scharf. UniCredit habe weder einen konkreten Zusammenschlussplan noch eine angemessene Kontrollprämie vorgelegt. Das Vorgehen zerstöre Aktionärswert.

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Politischer Gegenwind für Mailand

Die Bundesregierung stellt sich klar hinter die Eigenständigkeit der Commerzbank. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt feindliche Taktiken im Bankensektor ab. Der Staat hält selbst rund zwölf Prozent der Anteile. Ein Verkauf steht nicht zur Debatte. Auch der Betriebsrat leistet Widerstand. Betriebsratschef Sascha Uebel nennt die Pläne eine Unverschämtheit. Er kündigt an, sich mit allen Mitteln zu wehren.

Zahlen als Verteidigungslinie

Der eigentliche Kampf entscheidet sich an den Märkten. Am 8. Mai präsentiert die Commerzbank ihre Quartalszahlen. Parallel dazu veröffentlicht das Management ein Strategie-Update. Der Vorstand will die Finanzziele anheben. Analysten trauen der Bank einiges zu. Für 2026 erwarten 18 Experten im Schnitt einen Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro. Das wäre ein massiver Sprung gegenüber dem Vorjahr.

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Aktie im Aufwärtstrend

An der Börse stützt die Übernahmefantasie den Kurs. Die Aktie schloss zuletzt bei 34,47 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 47 Prozent auf der Kurstafel. Das Papier notiert stabil über der 50-Tage-Linie von 33,05 Euro.

Die Entscheidung rückt näher. Am 4. Mai stimmen die UniCredit-Aktionäre über eine nötige Kapitalerhöhung ab. Danach plant die Bank die Veröffentlichung des offiziellen Übernahmeangebots. Die Commerzbank muss vier Tage später mit starken Zahlen liefern. Nur so kann sie ihre Unabhängigkeit rechtfertigen.

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