Nach der jüngsten Shortseller-Attacke liefert die Czechoslovak Group (CSG) die passende Antwort. Der Rüstungskonzern glänzt im ersten Quartal mit zweistelligen Wachstumsraten. An der Börse löst das eine massive Gegenbewegung aus.

Die Aktie schießt heute um über zwölf Prozent auf 19,51 Euro nach oben. Damit erholt sich das Papier deutlich vom Jahrestief Anfang Mai. Die Verluste aus dem Bericht des Leerverkäufers Hunterbrook sind weitgehend ausgebügelt.

Rüstungsgeschäft als Zugpferd

Im ersten Quartal kletterte der Gesamtumsatz um knapp 14 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Der Haupttreiber war die Rüstungssparte. Hier stiegen die Erlöse um mehr als ein Viertel. Besonders das Geschäft mit Landfahrzeugen sticht heraus. Dieser Bereich verdoppelte seine Einnahmen auf 173 Millionen Euro.

Auch das Geschäft mit schwerer Munition wuchs kräftig. Die zivile Munitionssparte verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang von 20 Prozent. Das operative Ergebnis stieg auf 372 Millionen Euro. Die Marge liegt bei soliden 24,1 Prozent.

Volle Auftragsbücher und Zukäufe

Die Folge: ein Rekord beim Auftragsbestand. Dieser erreicht mittlerweile 17 Milliarden Euro. Hinzu kommt eine Pipeline an möglichen Verträgen im Wert von weiteren 27 Milliarden Euro. Um diese abzuarbeiten, baut CSG die Kapazitäten aus.

Im ersten Quartal fertigte der Konzern mehr als 800.000 Schuss Großkalibermunition. Bis 2028 soll diese Zahl auf über eine Million steigen. Parallel dazu erweitert das Unternehmen sein Portfolio. CSG kaufte 49 Prozent der Anteile am österreichischen Spezialisten Hirtenberger Defence Systems.

Breitere Kundenbasis

Ein interessantes Detail verbirgt sich in der regionalen Verteilung. Der Umsatzanteil in der Ukraine sank auf rund 20 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 27 Prozent. Das zeigt eine breitere Kundenbasis. CSG gewinnt zunehmend langfristige Verträge mit NATO-Staaten und Kunden in Südostasien.

Die Verschuldung bleibt moderat und lässt Raum für weitere strategische Investitionen. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand Kurs. Er erwartet einen Umsatz von bis zu 7,6 Milliarden Euro.

Die Analysten von Jefferies werten die Zahlen als voll im Plan. Der Konsens sieht das durchschnittliche Kursziel bei gut 35 Euro. Am 7. August folgen die Halbjahresergebnisse.