Europäische Rüstungswerte gerieten am Donnerstag unter Druck, ohne dass unternehmensspezifische Hiobsbotschaften den Ausschlag gaben. Während steigende Ölpreise und anziehende Anleiherenditen die Risikobereitschaft an den europäischen Aktienmärkten dämpften, verbuchte CSG an jenem Handelstag ein Minus von 5,98 Prozent.
Das Papier beendete die Handelswoche am Freitag schließlich mit einem Schlusskurs von 15,10 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,3 Prozent entsprach.
Damit spiegelt der Kursverlauf vor allem das allgemein nervöse Marktumfeld für europäische Industrietitel wider. Auf operativer Seite zeichnen aktuelle Rückmeldungen hingegen ein stabileres Bild für das Unternehmen.
Deutsche Bank hebt Fahrzeugkapazitäten hervor
Rückenwind erhielt der Konzern am Donnerstag von der Deutschen Bank. Nach einem Investorentreffen bestätigte das Institut seine positive Einschätzung für die Aktie und beließ das Kursziel bei 25,00 Euro.
Die operative Umsetzung liege leicht vor dem ursprünglichen Plan. Zudem bekräftigte das Analysehaus, dass die Produktionskapazität im Fahrzeugbereich inzwischen über der Marke von 1.500 Einheiten liege. Die fundamentale Verfassung des Geschäftsbetriebs bleibt damit aus Sicht des Hauses intakt.
Erste Group stuft Aktie hoch
Bereits am Mittwoch hatte die Erste Group eine Neubewertung vorgenommen. Analyst Petr Bártek stufte die Aktie von CSG von Accumulate auf Buy herauf. Gleichzeitig passte er das Kursziel von zuvor 36,00 Euro auf 26,10 Euro an.
Trotz der Kurszielsenkung signalisiert die Hochstufung Vertrauen in die mittel- und langfristige Ertragskraft des Konzerns, dessen Börsenwert bei 15,34 Milliarden Euro liegt. Die Anpassung des Bewertungsrahmens trägt den jüngsten Marktbewegungen Rechnung, ohne den prinzipiellen Anlagefall infrage zu stellen.
Lage nach Vorfall in der Slowakei
Anleger behalten parallel dazu die Fertigungsinfrastruktur im Blick. Am 16. September war es bei Reparaturarbeiten am Dach des Produktionskomplexes im slowakischen Snina zu einem Brand gekommen. Die betroffene Anlage wird von der ZVS Holding betrieben, an der die CSG-Tochter MSM Group gemeinsam mit der slowakischen Regierung beteiligt ist. Alle Mitarbeiter konnten damals ohne Verletzungen evakuiert werden.
Wie Reuters berichtete, ruhte der Betrieb an dem Standort nach dem Vorfall vorübergehend. In dem Werk werden Körper für Artilleriemunition gefertigt, jedoch keine Explosivstoffe verarbeitet. CSG stellte klar, dass trotz der vorübergehenden Unterbrechung keine Störungen bei den Lieferungen an Kunden erwartet werden. Die Ursachenermittlung sowie die Schadensfeststellung dauern an.
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