Die Czechoslovak Group (CSG) zieht im Streit um ihre Tochter Tatra Trucks alle Register. Der Rüstungskonzern ruft die EU-Kommission an, um einen umstrittenen Deal zu prüfen. Es geht um den Schutz von sensiblem Know-how und die Abwehr ausländischer Konkurrenz.

Kampf um Tatra Trucks

Im Zentrum des Konflikts steht die Investmentfirma STV INVEST. Sie will die Hälfte der Anteile an Promet Tools übernehmen. Das Problem: Promet Tools hält 35 Prozent an Tatra Trucks. Der Fahrzeughersteller ist ein zentraler Baustein im Portfolio von CSG.

CSG warnt vor massiven Risiken für den Wettbewerb. STV INVEST agiert laut dem Konzern als Mittelsmann für ausländische Hersteller von Militärfahrzeugen. CSG befürchtet den Abfluss von geschütztem Industrie-Wissen. Die Europäische Kommission sammelt nun Stellungnahmen.

Absturz auf neues Tief

An der Börse hinterlässt die Unsicherheit tiefe Spuren. Die Aktie fiel am Freitag auf ein neues Jahrestief bei 12,20 Euro. Später erholte sich der Kurs leicht. Das Papier schloss bei 12,75 Euro mit einem moderaten Tagesplus.

Die mittelfristige Bilanz bleibt verheerend. Im vergangenen Monat verlor der Titel rund 28 Prozent an Wert. Vom Rekordhoch im Januar ist der Kurs mittlerweile fast 65 Prozent entfernt. Technische Indikatoren signalisieren eine massive Überverkauf-Situation.

Warten auf Zahlen

Kurzfristig fehlen dem Konzern neue Impulse auf dem Parkett. Für die kommende Woche stehen keine wichtigen Termine an. Der nächste Stichtag ist der 7. August 2026. Dann präsentiert CSG die Halbjahreszahlen. Diese Daten müssen beweisen, ob das operative Geschäft die juristischen Belastungen ausgleichen kann.