CSG Defence macht den nächsten strategischen Zug. Der Rüstungskonzern gründet mit dem türkischen Partner FNSS ein neues Gemeinschaftsunternehmen in der Slowakei. Das Ziel: ein europäisches Zentrum für moderne Panzer.

Neues Zentrum für Landstreitkräfte

Der am Dienstag unterzeichnete Rahmenvertrag regelt die Details. Das neue Joint Venture heißt Danube Defence Systems und sitzt im slowakischen Trenčín. CSG hält künftig 51 Prozent der Anteile. Die restlichen 49 Prozent verbleiben beim türkischen Partner FNSS.

Im Mittelpunkt steht der mittelschwere Panzer KARPAT. FNSS liefert dafür die Technologie und notwendige Lizenzen. CSG übernimmt die Produktion und Vermarktung. Die Fertigung startet am bestehenden slowakischen Standort.

Rüstungsgeschäft wächst rasant

Die Sparte für Landfahrzeuge gewinnt für CSG massiv an Bedeutung. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz in diesem Bereich auf 173 Millionen Euro. Das ist fast eine Verdopplung zum Vorjahr.

Auch auf Konzernebene stimmen die Zahlen. Der Gesamtumsatz stieg um knapp 14 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs parallel dazu auf 17 Milliarden Euro an.

Aktie im Abwärtssog

An der Börse verpuffen diese operativen Erfolge bisher. Die CSG-Aktie schloss am Mittwoch bei 14,94 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier fast 14 Prozent an Wert.

Der Abstand zum Allzeithoch bleibt gewaltig. Der Kurs notiert aktuell fast 59 Prozent unter dem Rekordwert vom Januar. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 100 Tage bleiben außer Reichweite.

Der Panzer-Pakt stärkt die strategische Position in Europa. Für eine Trendwende an der Börse braucht CSG nun greifbare Ergebnisse. Investoren warten auf die behördliche Freigabe des Joint Ventures. Vor allem aber müssen aus der neuen Partnerschaft konkrete Rüstungsaufträge entstehen.