Die Czechoslovak Group (CSG) baut ihr US-Geschäft massiv aus. Das Management holt einen erfahrenen Dealmaker an die Spitze der Nordamerika-Sparte. An der Börse verpufft die Nachricht völlig. Die Aktie stürzt am Mittwoch um über sieben Prozent ab.

Der aktuelle Ausverkauf trifft Aktionäre hart. Der Kurs fiel auf ein neues 52-Wochen-Tief von 12,65 Euro. Damit summiert sich der Verlust der vergangenen 30 Tage auf rund 31 Prozent. Vom Rekordhoch im Januar ist das Papier mittlerweile weit entfernt.

Technische Indikatoren spiegeln den Verkaufsdruck wider. Der Relative-Stärke-Index notiert bei 27,8 Punkten. Das signalisiert einen stark überverkauften Markt. Die hohe Volatilität von fast 59 Prozent unterstreicht die massiven Kursschwankungen.

Neuer Kopf für die US-Expansion

Operativ treibt der Rüstungskonzern seine Pläne voran. David Jacobs übernimmt die Leitung von CSG Defense North America. Er steuert die strategische Ausrichtung künftig von einem neuen Büro in Washington aus. Jacobs berichtet direkt an den Mehrheitseigentümer Michal Strnad.

Die Personalie setzt einen klaren Schwerpunkt auf Übernahmen. Jacobs leitete zuletzt die Konzernstrategie und das M&A-Geschäft bei Northrop Grumman. Zuvor sammelte er Erfahrungen bei Raytheon und der Investmentbank Merrill Lynch. In seiner Karriere begleitete er über 60 Transaktionen.

Das Gesamtvolumen dieser Deals übersteigt 200 Milliarden Dollar. Ein klares Signal. CSG will durch Zukäufe und Industriepartnerschaften auf dem amerikanischen Markt wachsen. Das neue Hauptstadtbüro soll die Beziehungen zur US-Regierung und lokalen Rüstungskunden festigen.

Warten auf konkrete Aufträge

Das Management liefert mit der Personalie die Struktur für weiteres Wachstum. Konkrete Finanzziele oder neue Aufträge fehlen in der Ankündigung allerdings. Der anhaltende Kursverfall zeigt die Skepsis der Investoren. Erst handfeste US-Rüstungsaufträge oder bestätigte Kapazitätserweiterungen dürften den Abwärtstrend stoppen.