Mitten in der Debatte über seine tatsächliche Produktionstiefe setzt Czechoslovak Group ein konkretes Zeichen. Der Rüstungskonzern bestätigte am 21. Mai, dass eine neue Fertigungslinie für 155-mm-Artilleriemunition in der Ukraine kurz vor der Inbetriebnahme steht.
Gemeinschaftsprojekt mit Kiew
Die Anlage entsteht im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts mit der ukrainischen Regierung. CSG übernimmt die technische Vorbereitung der Produktionslinie und überträgt die Fertigungslizenzen. Die ukrainische Seite verantwortet die organisatorischen Abläufe.
Gefertigt werden sollen die 155-mm-Typen M107 und L15 — beides Hochexplosivgranaten aus dem bestehenden CSG-Portfolio. Der genaue Starttermin für erste Lieferungen steht noch nicht fest. Die Anlage liegt nach Unternehmensangaben in einer risikoarmen Zone, um den Betrieb trotz des laufenden Konflikts zu sichern.
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Ehrgeizige Mengenziele
Das Projekt fügt sich in CSGs Strategie, die Munitionsproduktion deutlich auszubauen. Für 2025 plant das Unternehmen rund 100.000 Schuss. Bis 2026 soll die Jahreskapazität auf über 300.000 Stück steigen.
Die Gesamtkapazität über alle Standorte — darunter Tschechien, Slowakei, Spanien und Italien — liegt laut Unternehmensangaben bei rund 630.000 Einheiten jährlich. Genau diese Zahl hatte der Leerverkäufer Hunterbrook Media Anfang Mai in Zweifel gezogen. Der Bericht hinterfragte das Verhältnis von Eigenproduktion zu Weiterverkauf. CSG wies die Vorwürfe zurück.
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Erholung nach dem Schock
Der Kurs hat sich von seinem Tief erholt — aber nur teilweise. Nach dem Tiefpunkt von 15,73 Euro am 4. Mai, dem Tag des Hunterbrook-Berichts, legte die Aktie in den vergangenen sieben Handelstagen rund 14 Prozent zu. Auf Wochensicht ist das eine klare Stabilisierung.
Zum Wochenschluss schloss die Aktie bei 18,70 Euro — ein Tagesrückgang von 3,4 Prozent. Vom IPO-Preis von 25 Euro im Januar 2026 ist der Kurs damit noch weit entfernt. Das 52-Wochen-Hoch von 33,81 Euro liegt sogar 45 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 28 handelt CSG deutlich unter dem Branchendurchschnitt von etwa 34. Das spiegelt das Misstrauen wider, das der Leerverkäuferbericht ausgelöst hat. Die nun bestätigte Produktionslinie in der Ukraine ist ein erster konkreter Schritt, dieses Misstrauen abzubauen — ein offizieller Anlauftermin der Anlage wird der nächste sein.
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