Volle Auftragsbücher, fallende Kurse. Bei der Czechoslovak Group (CSG) klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Obwohl der Rüstungskonzern Rekordzahlen meldet, rutschte die Aktie am Freitag auf ein neues Tief.
Der Abverkauf beschleunigt sich. Zum Wochenschluss fiel das Papier um 6,6 Prozent auf 19,93 Euro. Damit markiert der Wert ein neues 52-Wochen-Tief.
Seit dem Rekordhoch im Januar bei rund 34 Euro ging es steil bergab. Auf Sicht von 30 Tagen verlor die Aktie knapp 31 Prozent an Wert. Der europäische Rüstungssektor schwächelt generell, CSG trifft es jedoch überdurchschnittlich hart.
Volle Bücher, leere Depots
Ein drastischer Absturz. Die operative Entwicklung liefert dafür nämlich kaum Argumente. Im vergangenen Jahr steigerte CSG den Umsatz um fast 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 1,6 Milliarden Euro. Das Management bestätigte kürzlich alle mittelfristigen Ziele.
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Parallel dazu wächst der Auftragsbestand rasant. Inklusive der Projektpipeline summiert sich das Volumen mittlerweile auf 42 Milliarden Euro. Fast die gesamte Summe entfällt auf mögliche Bestellungen für gepanzerte Fahrzeuge.
Analysten sehen Kaufchance
JPMorgan-Analyst David Perry macht drei Gründe für die Kursschwäche aus. Institutionelle Investoren schichten ihre Portfolios um. Parallel dazu wächst die Sorge vor Ausführungsrisiken bei dem schnell wachsenden Konzern. Hinzu kommen Ängste, dass hohe Staatsschulden künftige Verteidigungsbudgets belasten könnten.
Paradoxerweise wertet die US-Bank den Rücksetzer als Einstiegsgelegenheit. JPMorgan rät zum Kauf und ruft ein Kursziel von 40 Euro auf. Die Experten verweisen auf das starke Umsatzwachstum und die hohen Margen. Auch der breite Konsens bleibt optimistisch. Sämtliche covernden Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 35 Euro.
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Strategischer Ausbau in Österreich
Abseits des Börsenparketts treibt CSG die Expansion voran. Ende März kündigte der Konzern den Kauf von 49 Prozent am österreichischen Munitionshersteller Hirtenberger Defence Systems an. Dieser Schritt erweitert das Portfolio um Mörsermunition.
Die Finanzierungsbasis steht auf einem soliden Fundament. Die Ratingagentur Moody’s hob die Bonitätsnote für besicherte Schulden kürzlich auf „Baa3“ an. Damit erreicht CSG den begehrten Investment-Grade-Status. Fitch bestätigt das Rating „BBB-“ mit stabilem Ausblick.
Am 20. Mai legt CSG die Zahlen für das erste Quartal vor. Dieser Bericht liefert den ersten detaillierten Einblick in die Finanzen nach dem Börsengang. Die einmaligen Kosten des IPOs werden das Ergebnis belasten. Der Markt kennt diesen Faktor bereits. Um den Abwärtstrend zu stoppen, muss das Unternehmen im aktuellen Marktumfeld seine hohe operative Marge von rund 24 Prozent verteidigen.
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