CyberAgent Aktie: Rekordquartal reicht nicht

CyberAgent meldet Rekordquartal mit starkem Gaming-Wachstum, doch die schwache Werbesparte und eine rückläufige Jahresprognose dämpfen die Börsenstimmung.

CyberAgent Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Gewinn verdreifacht sich im ersten Quartal
  • Gaming-Sparte mit Erlösplus von fast 70 Prozent
  • Werbegeschäft verzeichnet Umsatz- und Gewinnrückgang
  • Jahresprognose fällt deutlich unter Vorjahresniveau

Der japanische Internet-Konzern CyberAgent hat am Donnerstag beeindruckende Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und wurde dennoch mit Kursverlusten abgestraft. Die Aktie schloss bei 1.248,50 Yen, ein Minus von 2,12 Prozent. Ein Warnzeichen oder übertriebene Vorsicht?

Die Zahlen selbst sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz kletterte im Auftaktquartal (Oktober bis Dezember 2025) um 14 Prozent auf 232,38 Milliarden Yen. Noch beeindruckender fiel die Entwicklung beim operativen Gewinn aus, der sich mit 23,40 Milliarden Yen gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifachte. Der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 12,46 Milliarden Yen. Für ein erstes Quartal, das traditionell schwächer ausfällt, sind das Rekordwerte.

Gaming-Sparte als Gewinnmaschine

Das Rückgrat des Erfolgs bildet die Gaming-Sparte. Hier explodierten die Erlöse regelrecht: Ein Plus von 69,2 Prozent auf 64,7 Milliarden Yen, der operative Gewinn verfünffachte sich auf 17,6 Milliarden Yen. Verantwortlich dafür zeichnet vor allem die internationale Expansion – die Auslandserlöse vervierfachten sich auf 14,1 Milliarden Yen. Der Hit-Titel „Granblue Fantasy: Relink“ knackte die Marke von zwei Millionen verkauften Einheiten. Am 9. Juli soll mit „Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok“ der nächste Streich folgen – erneut mit weltweiter Veröffentlichung.

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Auch die Medien- und IP-Sparte zeigte Stärke. Die Erlöse stiegen um 12,5 Prozent auf 62,6 Milliarden Yen, der operative Gewinn kletterte um das 3,5-fache auf 4,9 Milliarden Yen. Ein echter Meilenstein: Der Streaming-Dienst AbemaTV schrieb erstmals seit seiner Gründung schwarze Zahlen. Präsident Yamauchi betonte, dass dieser Erfolg nicht durch Kostensenkungen, sondern durch gezielten Content-Ausbau erreicht wurde.

Werbegeschäft trübt das Bild

Der Schatten auf dem Quartalserfolg stammt aus dem Internet-Werbegeschäft. Hier gaben die Erlöse um 2,7 Prozent auf 114,6 Milliarden Yen nach, der operative Gewinn rutschte um 27,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Yen ab. Ursache ist der Verlust eines Großkunden im dritten Quartal 2025, dessen Auswirkungen sich noch über ein Jahr hinziehen werden. Yamauchi zeigte sich dennoch zuversichtlich: Die jüngsten Entwicklungen deuteten auf eine Trendwende hin, bereits im kommenden Quartal solle das Wachstum zurückkehren.

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Für das Gesamtjahr 2026 hält CyberAgent an seiner Prognose fest: 880 Milliarden Yen Umsatz (plus 0,7 Prozent) und ein operativer Gewinn zwischen 50 und 60 Milliarden Yen – was allerdings einem Rückgang von 16,3 bis 30,3 Prozent entspräche. Diese breite Spanne erklärt das Management mit der schwierigen Planbarkeit im Gaming-Geschäft.

Die skeptische Reaktion der Börse dürfte genau hier ihren Ursprung haben: Trotz Rekordquartals liegt die Prognose deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Mit einem aktuellen Kurs von 1.248,50 Yen notiert die Aktie näher am 52-Wochen-Tief von 1.000,50 Yen als am Hoch von 1.933 Yen. Die Zahlen liefern, die Zuversicht fehlt noch.

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