Helus Pharma hat die letzte Juliwoche mit massivem Rückenwind begonnen. Ein milliardenschwerer Zukauf durch Eli Lilly hat die gesamte Branche für Psychedelika-Medizin neu bewertet. Das Unternehmen profitiert nun doppelt: von externer Validierung und eigenen operativen Erfolgen.

Branche vor Neubewertung

Der Pharmariese Eli Lilly übernimmt AtaiBeckley für bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar. Für den Sektor wirkt dieser Deal wie ein Ritterschlag. Erstmals erkennt ein Branchenschwergewicht das Potenzial neuro-pharmazeutischer Wirkstoffe in diesem Ausmaß an. Helus Pharma rückt damit als einer der wenigen Akteure mit einem Phase-3-Kandidaten ins Rampenlicht. Innerhalb der letzten 30 Tage kletterte der Aktienkurs um fast 50 Prozent.

Meilenstein in der klinischen Forschung

In den Laboren meldet das Management einen operativen Durchbruch. Die entscheidende Phase-3-Studie APPROACH ist vollständig rekrutiert. 223 Patienten mit schweren Depressionen nehmen an dem Testlauf für das Mittel HLP003 teil. Das Ziel ist ehrgeizig: Helus will die Therapie als Ergänzung zu bestehenden Antidepressiva etablieren. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Wirkstoff bereits den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen.

Finanziell ist der Weg vorerst geebnet. Nach einer Kapitalerhöhung im Juni verfügt Helus Pharma über Cash-Reserven von rund 242 Millionen US-Dollar. Das Management geht davon aus, dass dieses Polster für fast zwei Jahre reicht. Mit einem Kurs von 7,62 US-Dollar notiert die Aktie stabil über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Der Fahrplan für den Herbst

Im vierten Quartal 2026 entscheidet sich die Richtung. Dann erwartet der Markt die Topline-Daten der APPROACH-Studie. Bis dahin stützt das Eli-Lilly-Geschäft das Bewertungsniveau der gesamten Branche. Gelingt der Durchbruch in der klinischen Phase, könnte die Aktie ihr 52-Wochen-Hoch bei 9,12 US-Dollar erneut testen.