Daiichi Sankyo räumt radikal auf. Der japanische Pharmakonzern trennt sich von seinem milliardenschweren Consumer-Health-Geschäft und setzt alles auf die Onkologie. Parallel dazu treibt das Management die Forschung an einer völlig neuen Technologie zur Wirkstoff-Zufuhr voran.

Milliarden für den Konzernumbau

Die Sparte Daiichi Sankyo Healthcare geht an Suntory Holdings. Der Deal hat ein Volumen von rund 246,5 Milliarden Yen. Das entspricht etwa 1,55 Milliarden US-Dollar. Im Juni 2026 startet die schrittweise Übertragung der Anteile.

An der Börse sorgte die Nachricht zuletzt für Erleichterung. Die Aktie schloss am Freitag bei 15,88 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von knapp drei Prozent. Zuvor markierte das Papier erst am 14. April ein neues Jahrestief bei 14,81 Euro.

Forschung an der nächsten Generation

Nun investiert der Konzern das Kapital in Innovationen. Das Boston Research Institute kooperiert ab sofort mit Interna Therapeutics. Gemeinsam entwickeln sie eine molekulare Nano-Motor-Technologie. Diese soll Medikamente präziser in Zellen schleusen.

Der Fokus liegt dabei auf Nukleinsäuren. Aktuell befindet sich das Projekt in der präklinischen Phase. Die Kooperation unterstreicht den Wandel zum reinen Krebsspezialisten.

Strategische Weichenstellungen

Auch personell gibt es Bewegung im Umfeld. Der ehemalige R&D-Chef Glenn Gormley wechselt in den Aufsichtsrat von Aktis Oncology. Indes blickt die Branche nach San Diego zum AACR-Kongress. Dort stehen neue Daten zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten im Mittelpunkt.

Das frische Kapital aus dem Suntory-Deal soll die Vermarktung der Flaggschiff-Produkte beschleunigen. Bis Juni 2029 soll der Verkauf der Healthcare-Sparte vollständig abgeschlossen sein. Anleger achten nun darauf, wie effizient der Konzern die Milliarden in die Onkologie-Pipeline reinvestiert.