Mit dem 1. April 2026 ist ein lange geplanter Umbau vollzogen: Mitsubishi Fuso ist offiziell in die neu gegründete ARCHION Corporation integriert, die seither am Prime Market der Tokioter Börse notiert. Daimler Truck hält rund 25 % an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen — gleichauf mit dem strategischen Partner Toyota.
Was die Entkonsolidierung bedeutet
Der Schritt hat handfeste Bilanzfolgen. Das bisherige Segment „Trucks Asia“ wird ab dem ersten Quartal 2026 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen. Das Management erwartet, dass die Entkonsolidierung von Mitsubishi Fuso den Free Cash Flow im laufenden Geschäftsjahr positiv beeinflusst. Für die operative Führung wechselte Karl Deppen, bislang im Daimler-Truck-Vorstand, als President & CEO zu ARCHION nach Tokio.
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Parallel dazu verdichtet sich die Wasserstoff-Partnerschaft mit Toyota: Eine unverbindliche Vereinbarung sieht vor, dass Toyota gleichberechtigter Anteilseigner im Brennstoffzellen-Joint-Venture cellcentric wird, das bislang gemeinsam mit der Volvo Group betrieben wird. Ziel ist eine schnellere Kommerzialisierung von Wasserstoffantrieben im Schwerlastverkehr.
Deutsche Bank bleibt bei 49 Euro — trotz schwachem Quartal
Analyst Nicolai Kempf von Deutsche Bank Research bestätigte am 2. April sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 49,00 Euro. Gleichzeitig dämpfte er die kurzfristigen Erwartungen: Für alle Geschäftsbereiche zeichne sich ein verhaltenes erstes Quartal ab, besonders die Margen im Nordamerika-Geschäft könnten trotz stabiler Umsätze unter Druck geraten.
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Die offiziellen Q1-Zahlen folgen am 6. Mai, an dem auch die virtuelle Hauptversammlung stattfindet. Technisch zeigt die Aktie nach dem Überschreiten der 50-Tage-Linie zuletzt eine stabile Tendenz — bei einem Kurs von 42,47 Euro liegt das Deutsche-Bank-Ziel noch rund 15 % entfernt.
Rückkäufe laufen, Dividende stabil geplant
Das Kapitalrückgabeprogramm läuft derweil weiter. Ende März erwarb Daimler Truck weitere 44.531 eigene Aktien, womit seit Mitte März bereits über 1,26 Millionen Anteile zurückgekauft wurden. Seit dem 1. April läuft zusätzlich ein separater Rückkauf von bis zu 1,55 Millionen Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen — dieser soll bis zum 8. April abgeschlossen sein. Für das Geschäftsjahr 2025 planen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung eine Dividende von 1,90 Euro je Aktie vorzuschlagen.
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