Solide Umsätze, steigende Gewinne, wachsende Filialzahlen – und trotzdem rauscht die Aktie ins Minus. Bei Darden Restaurants zeigt sich am Donnerstag ein Muster, das viele Anleger kennen: Die Erwartungen waren offenbar höher als das, was der Olive-Garden-Betreiber tatsächlich lieferte. Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie rund fünf Prozent auf 203,00 Dollar.

Wachstum ja, aber mit Bremsspuren beim Gewinn je Aktie

Der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg um 5,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Die vergleichbaren Restaurantumsätze legten um 3,1 Prozent zu – LongHorn Steakhouse lieferte mit einem Plus von 6,2 Prozent den stärksten Beitrag, während Olive Garden mit 1,1 Prozent deutlich schwächer wuchs.

Beim Gewinn zeigt sich ein anderes Bild. Der GAAP-Nettogewinn aus fortgeführten Geschäften fiel von 257,9 Millionen auf 234,3 Millionen Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie sank von 2,19 auf 2,04 Dollar.

Der Rückgang erklärt sich zum Teil aus einem Basiseffekt: Im Vorjahresquartal hatte ein Gewinn aus dem Verkauf des Kanada-Geschäfts von Olive Garden das Ergebnis um 42 Millionen Dollar aufgebläht. Bereinigt um solche Sondereffekte stieg der adjustierte Gewinn je Aktie um 4,1 Prozent auf 2,05 Dollar.

Ausblick bleibt, Dividende auch

Trotz des durchwachsenen Bilds am Ergebnis rührte das Management am Ausblick für das Gesamtjahr 2027 nicht. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften liegt weiterhin zwischen 11,10 und 11,35 Dollar, der erwartete Gesamtumsatz zwischen 13,60 und 13,75 Milliarden Dollar.

Der Vorstand bestätigte zudem eine Quartalsdividende von 1,62 Dollar je Aktie, zahlbar am 2. November 2026 an Aktionäre, die am 9. Oktober 2026 im Aktienregister eingetragen sind. Parallel dazu kaufte Darden im Quartal Aktien im Wert von 222,3 Millionen Dollar zurück – von der 1,5-Milliarden-Dollar-Ermächtigung stehen noch 1,3 Milliarden Dollar zur Verfügung.

Das Unternehmen expandierte im Berichtszeitraum weiter: Die Zahl der konzerneigenen Restaurants stieg von 2.165 auf 2.218, getragen vor allem von Zuwächsen bei LongHorn Steakhouse und Olive Garden. Bahama Breeze schrumpfte dagegen von 28 auf 10 Standorte – die Marke soll bis zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 vollständig geschlossen oder in andere Konzepte umgewandelt sein.

Für die kommenden Wochen bleibt der bestätigte Jahresausblick der zentrale Maßstab. Ob die Kursreaktion vom Donnerstag eine Überreaktion auf den Gewinnrückgang war oder der Beginn einer nachhaltigeren Neubewertung, dürfte sich erst mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.