Der deutsche Leitindex gerät massiv unter die Räder. Am Montagmorgen stürzt der DAX zeitweise um 2,8 Prozent auf 22.965 Punkte ab – erstmals seit November 2025 rutscht er damit wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 23.000 Zählern. Vom Rekordhoch bei 25.507 Punkten liegt der Index nun rund zehn Prozent entfernt. Verantwortlich für den Kursrutsch: Die dramatische Eskalation im Nahen Osten und der daraus resultierende Ölpreisschock.
Ölpreis explodiert auf Vier-Jahres-Hoch
Die Lage am Persischen Golf spitzt sich weiter zu. Nach Explosionen auf dem Al Udeid Air Base, der größten US-Militärbasis im Nahen Osten, und iranischen Angriffen auf Ölinfrastruktur in Bahrain schoss der Brent-Ölpreis auf über 119 Dollar pro Barrel – der höchste Stand seit der Energiekrise 2022. Aktuell handelt die Sorte bei etwa 107 Dollar, ein Plus von 15 Prozent. Die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert, mehrere Golfstaaten haben ihre Ölförderung zurückgefahren. Bahrains staatliche Ölgesellschaft hat nach Bränden in der größten Förderanlage des Landes Force Majeure ausgerufen.
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Die Folgen sind unmittelbar spürbar: Alle 40 DAX-Werte notieren im Minus. Besonders hart trifft es die Finanzbranche – Commerzbank und Deutsche Bank verlieren bis zu fünf Prozent. Auch die Luftfahrt leidet massiv: Lufthansa stürzt um rund fünf Prozent ab, da steigende Kerosinkosten die Margen zerfressen. Lediglich Rheinmetall zeigt sich vergleichsweise robust – die geopolitische Unsicherheit stützt Rüstungstitel.
Deutsche Industrie bereits angeschlagen
Die Timing könnte kaum schlechter sein. Deutsche Konjunkturdaten vom Montag zeigen: Die Industrieproduktion fiel im Januar unerwartet um 0,5 Prozent, nach einem Minus von 1,0 Prozent im Dezember. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. Noch drastischer der Einbruch bei den Auftragseingängen: Im Januar brachen sie um 11,1 Prozent ein – erwartet worden war lediglich ein Rückgang von 4,2 Prozent.
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Die Helaba warnt eindringlich: Bei anhaltend hohen Energiepreisen droht die zaghaft angelaufene Konjunkturerholung in Deutschland zu kippen. Die energieintensiven Industrien machen rund 17 Prozent der industriellen Bruttowertschöpfung aus und beschäftigen knapp eine Million Menschen. Ein längerer Konflikt würde diese Bereiche besonders hart treffen.
Für die Märkte entscheidend bleibt die Frage, wie lange die Hochpreisphase bei Öl und Gas andauert. Analysten rechnen mit anhaltend hoher Volatilität. Das heute anstehende Sentix-Investorenvertrauen dürfte erstmals die Auswirkungen des Iran-Kriegs widerspiegeln – Experten erwarten einen deutlichen Stimmungsrückgang. Zudem steigen die Inflationssorgen: Höhere Energiekosten gefährden nicht nur das Wachstum, sondern machen auch weitere Zinssenkungen der EZB unwahrscheinlicher.
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