DAX: Aufwärtstrend intakt

Der DAX schließt die Woche deutlich über der 25.000er-Marke, obwohl Aktien von Bayer und Airbus sowie politische Spannungen für Verwerfungen sorgten.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Leitindex klettert über psychologische Marke
  • Bayer-Aktie stürzt nach Glyphosat-Vergleich ab
  • Airbus verfehlt Produktionsziel durch Lieferprobleme
  • Politische Unsicherheit belastet Börsenstimmung

Der deutsche Leitindex zeigt sich robust. Nach einem verhaltenen Wochenstart kletterte der DAX deutlich über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Am Freitag notierte er bei rund 25.260 Zählern – ein Plus von knapp 217 Punkten oder 0,87 Prozent zum Vortag.

Der Auftrieb kam vor allem zur Wochenmitte. Nachdem Siemens in der Vorwoche noch als Stütze diente, rutschte der Industriekonzern diesmal auf ein Jahrestief ab und drückte den Index zunächst unter 25.000 Punkte. Doch die Erholung folgte prompt: Bis Mittwoch schnellte der DAX auf knapp 25.300 Punkte hoch, bevor er zum Wochenausklang leicht nachgab, aber deutlich über der 25.000er-Schwelle blieb.

Bayer und Airbus belasten – Politik sorgt für Unsicherheit

Zwei Schwergewichte sorgten für Turbulenzen: Bayer brach nach kurzem Höhenflug ein. Der Pharmakonzern hatte Anfang der Woche mit einem Sammelvergleich in den USA überrascht. Die Einigung zur Beilegung der Glyphosat-Klagen sieht Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar über 21 Jahre vor. Die Aktie schoss am Dienstag um über 7 Prozent nach oben. Doch die Freude währte kurz: Am Mittwoch stürzte der Kurs um 8 Prozent ab. Die Zustimmung der US-Gerichte steht noch aus – und genau diese Unsicherheit machte sich an der Börse breit. Am Freitag verlor Bayer weitere 4,16 Prozent.

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Airbus kämpft mit Lieferproblemen. Trotz starker Quartalszahlen sackte die Aktie am Donnerstag um über 6,5 Prozent auf etwa 186 Euro ab. Der Grund: Triebwerke fehlen. Airbus-Chef Guillaume Faury kritisierte offen die US-Zulieferer, die bestellte Motoren nicht liefern können. Das Produktionsziel für 2025 wurde verfehlt – ein herber Dämpfer für den Luftfahrtriesen.

Politische Spannungen belasten zusätzlich. US-Präsident Donald Trump setzte dem Iran eine Frist von 10 bis 15 Tagen für ein Atomabkommen. Sollte keine Einigung gelingen, drohte er mit „schlimmen Dingen“. Der Iran warnte prompt, US-Stützpunkte im Nahen Osten könnten zu „legitimen Zielen“ werden. Berichten zufolge blockierte der britische Premierminister Keir Starmer eine Anfrage Trumps, UK-Luftwaffenbasen für einen möglichen Präventivschlag gegen den Iran zu nutzen – zu heikel aus völkerrechtlicher Sicht.

Fed bleibt uneinig – Euro gibt nach

Das Protokoll der US-Notenbank Fed vom Januar offenbarte Uneinigkeit. Während die Zinspause bei 3,5 bis 3,75 Prozent weitgehend Konsens fand, gehen die Meinungen über den weiteren Kurs auseinander. Einige Fed-Mitglieder sehen Spielraum für Zinssenkungen, sofern die Inflation nachlässt. Der Arbeitsmarkt liefert zwar stabile, aber mehrdeutige Signale – ein klassisches Dilemma für die Währungshüter.

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Der Euro schwächelte leicht und notierte am Freitagmorgen bei etwa 1,18 Dollar. Zum Wochenstart hatte die Gemeinschaftswährung noch fester tendiert. Deutsche Erzeugerpreise fielen im Januar um 3,0 Prozent zum Vorjahr – der stärkste Rückgang seit April 2024. Grund sind vor allem gesunkene Energiekosten.

Europäische Börsen ziehen mit

Nicht nur der DAX legte zu. Auch die anderen großen europäischen Indizes schlossen im Plus: Der französische CAC 40 sprang um 1,39 Prozent auf 8.515 Punkte, der britische FTSE gewann 0,56 Prozent und erreichte 10.686 Zähler. Starke Unternehmensberichte und nachlassende KI-Sorgen stützten die Märkte. In Paris schnellte L’Air Liquide um 4,80 Prozent nach oben, in London zählte British American Tobacco mit plus 2,15 Prozent zu den Gewinnern.

Die US-Indizes blieben dagegen verhalten. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq bewegten sich kaum von der Stelle – die Belastungen durch KI-Themen und geopolitische Risiken wirkten weiter nach.

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