DAX: Ausblick vielversprechend

Der deutsche Leitindex erholt sich um 1,2 Prozent, angetrieben von diplomatischen Hoffnungen und starken Einzelwerten, trotz eines Inflationsanstiegs auf 2,7 Prozent.

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Kurz & knapp:
  • Deutsche Inflation erreicht höchsten Stand seit Januar 2024
  • SAP und RWE treiben die Erholung des Index an
  • Rückeroberung der wichtigen 22.500-Punkte-Marke
  • RSI deutet auf kurzfristig überkaufte Lage hin

Der DAX hat am Montag eine zweitägige Verlustserie beendet — und das trotz unangenehmer Nachrichten auf der Makrofront. Die deutsche Inflation sprang im März auf 2,7 Prozent, den höchsten Stand seit Januar 2024. Gleichzeitig hält der Ölpreis mit über 115 US-Dollar je Barrel das Niveau der letzten Wochen.

Den Ausschlag nach oben gaben Berichte über mögliche diplomatische Fortschritte im Iran-Konflikt, darunter Signale zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der Index schloss bei 22.563 Punkten — ein Plus von rund 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag.

SAP und RWE treiben die Erholung

Das Schwergewicht SAP leistete mit einem Tagesplus von 4,1 Prozent den größten Beitrag zur Index-Performance. RWE legte 3,5 Prozent zu und profitierte von der allgemeinen Stärke im Energiesektor, der seinerseits von den hohen Ölpreisen gestützt wird. Auf der Verliererseite stachen Siemens Energy mit minus 1,7 Prozent und die Commerzbank mit minus 1,4 Prozent heraus.

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Charttechnik: Wichtige Marke zurückerobert

Technisch ist die Rückeroberung der 22.500-Punkte-Marke ein erstes positives Signal. Seit dem Allzeithoch von gut 25.420 Punkten Mitte Januar hat der DAX rund elf Prozent verloren — der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 24.143 Punkten liegt damit noch weit entfernt. Auffällig ist der RSI von 82,3, der auf eine kurzfristig überkaufte Lage hindeutet und die Erholung zumindest vorübergehend bremsen könnte.

Ob die Stimmung anhält, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: der Entwicklung der Ölpreise und weiteren Signalen aus dem Nahen Osten. Solange Brent über 115 Dollar notiert und die Inflation in Deutschland über dem EZB-Ziel bleibt, dürfte der Gegenwind für den Index nicht nachlassen. Der nächste nennenswerte Widerstand wartet im Bereich von 22.950 Punkten.

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