DAX Drei Schocks, ein Montag

Starke US-Jobdaten, Eskalation im Nahen Osten und schwache deutsche Industriezahlen setzen den DAX massiv unter Druck.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen deutlich
  • Nahost-Konflikt treibt Ölpreis in die Höhe
  • Deutsche Auftragseingänge fallen stärker als prognostiziert
  • DAX rutscht unter die 24.500-Punkte-Marke

Selten treffen so viele Belastungsfaktoren gleichzeitig auf einen Wochenbeginn ein. Nahost-Eskalation, Zinsangst und schwache Industriedaten aus Deutschland — der DAX steht zum Xetra-Start unter erheblichem Druck, rund 1,4 Prozent im Minus und klar unterhalb der 24.500-Punkte-Marke.

Arbeitsmarkt entfacht neue Zinsängste

Auslöser der Verkaufswelle war der US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag. Mit 172.000 neu geschaffenen Stellen im Mai übertrafen die Zahlen die Erwartungen von rund 85.000 Jobs deutlich — ein klares Zeichen, dass die US-Wirtschaft trotz geopolitischer Belastungen robust läuft. Für Anleihemärkte bedeutet das: Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der Fed verblasst. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen kletterte auf ein 15-Monats-Hoch von 4,16 Prozent. Aktien geraten damit unter Bewertungsdruck, weil Anleihen als Alternative attraktiver werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Die Nasdaq büßte am Freitag 4,77 Prozent ein — der größte Tagesverlust seit April 2025. Diese Erschütterung pflanzte sich über das Wochenende nach Asien fort: Tokio, Seoul und Taipei, allesamt von KI-Fantasie getrieben, gaben kräftig nach. Der Nikkei verlor rund vier Prozent, der südkoreanische Kospi zeitweise über sechs Prozent.

Iran-Israel-Konflikt heizt Ölpreis auf

Parallel zur Zinsdebatte eskalierte der Nahost-Konflikt erneut. Israel griff iranische Militärziele an, der Iran antwortete mit Raketenbeschuss — trotz Appellen von US-Präsident Donald Trump zur Zurückhaltung. Brent-Rohöl verteuerte sich daraufhin um mehr als vier Prozent auf knapp 97 Dollar je Barrel. Höhere Energiepreise nähren die Inflationssorgen zusätzlich und treffen besonders reiseabhängige Sektoren: Lufthansa- und TUI-Papiere lagen im vorbörslichen Handel jeweils deutlich im Minus.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Industrie liefert keine Entlastung

Heimische Konjunkturdaten boten keinen Trost. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sanken im April um 3,8 Prozent — Ökonomen hatten lediglich ein Minus von zwei Prozent erwartet. Das verstärkt Zweifel an einer schnellen Konjunkturerholung in Deutschland und gibt dem DAX einen weiteren Grund zur Schwäche.

Aus dem technischen Bild ergibt sich eine Handelsspanne zwischen rund 24.250 und 24.500 Punkten für den heutigen Tag. Die 21-Tage-Linie bei 24.700 Zählern, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt, dürfte zum Handelsauftakt klar unterschritten werden. Das nächste charttechnische Augenmerk gilt der Unterstützung um 24.250 Punkte — hält diese nicht, wächst der Abwärtsdruck weiter.

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 8. Juni liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu DAX

DAX Jahresrendite