Der DAX hat den Rutsch unter die Marke von 25.000 Punkten wettgemacht. Am Dienstagmittag stand er bei 25.440 Punkten. Bei Privatanlegern kommt die Erholung allerdings nur bedingt an.

ETF-Anleger zögern

Für den Deka DAX melden Händler der ICF Bank fast ausschließlich Verkäufe. Das Interesse konzentriert sich derzeit auf andere Felder: Halbleiter-ETFs, Gold- und Öl-Produkte sowie brasilianische Aktien, nachdem der Index in São Paulo nach der ersten Wahlrunde auf ein Rekordhoch sprang. Im Handel mit Aktien-ETFs dominieren ansonsten globale, US- und europäische Indizes.

Die Zurückhaltung beim DAX steht im Kontrast zum Gesamtmarkt. Europäische ETFs sammelten im dritten Quartal nach Emittentenangaben 127 Milliarden Euro ein. Das Geld floss vor allem in Welt-Indizes.

Wall Street zwischen Ruhe und Nervosität

Auch in den USA bleibt das Bild zweigeteilt. Die großen Indizes notieren knapp unter ihren Allzeithochs, und der Volatilitätsindex VIX liegt mit rund 15 Punkten auf niedrigem Niveau. Die Sorgen kreisen aber zunehmend um die hohen Gewinnerwartungen vor der heißen Phase der Berichtssaison.

Durchwachsene Zahlen einiger großer US-Banken haben zuletzt auch Technologiewerte belastet. Für den DAX ist das relevant, weil er an diesen Stimmungsumschwüngen meist mit hängt. Zudem treibt Händler der Blick auf Tech-Titel um, die vor den Quartalszahlen stark gehandelt werden, etwa Nvidia, Micron und Tesla.

Fürs Erste bleibt die Marke von 25.000 Punkten die Orientierung. Sie hat der Index zurückerobert. Fällt er erneut darunter, dürfte das die Skepsis der ETF-Anleger bestätigen.