Am Morgen dominierten noch grüne Vorzeichen. Am Nachmittag drehte die Stimmung komplett. Der DAX beendete den Dienstagshandel mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 24.271 Punkten. Trübe Konjunkturdaten und geopolitische Sorgen drückten auf die Kurse. Das eigentliche Marktthema wechselt indes: Die Berichtssaison übernimmt die Regie.
ZEW-Daten und Nahost-Sorgen belasten
Der deutsche Leitindex hielt sich zunächst stabil über seinem 50-Tage-Durchschnitt von knapp 23.972 Zählern. Später setzten Gewinnmitnahmen ein. Anleger blicken skeptisch auf die auslaufende Feuerpause im Nahen Osten. Entsprechend hoch bleiben die Ölpreise.
Parallel dazu enttäuschten die ZEW-Konjunkturerwartungen. Der Index fiel im April unerwartet deutlich ab. Auch die Lagebeurteilung verschlechterte sich.
Damit vergrößert sich der Abstand zum Rekordhoch. Aktuell notiert der DAX rund 4,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25.421 Punkten.
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Hugo Boss bricht ein, SAP im Fokus
Auf Unternehmensebene sorgte Hugo Boss für eine böse Überraschung. Der Modekonzern kassierte seine Umsatzziele und Gewinnziele für 2026. Das Management erwartet keine Erholung vor 2027. Die Folge: Die Aktie brach um rund zehn Prozent ein.
Auch Airbus kämpft mit Gegenwind. Der Flugzeugbauer senkte sein jährliches Auslieferungsziel. Grund dafür sind anhaltende Softwareprobleme und fehlende Rumpfteile. Besser hielt sich die Chemiebranche. Brenntag und Fresenius Medical Care verzeichneten leichte Kursgewinne.
Alle Blicke richten sich nun auf das DAX-Schwergewicht SAP. Der Softwareriese legt am Mittwochabend seine Quartalszahlen vor. Analysten erwarten ein starkes Zahlenwerk. Der Konsens rechnet mit einem Umsatz von knapp 11,3 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Plus von 19 Prozent.
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Zinsangst und starker Euro
Neben der Berichtssaison rückt die Zinspolitik wieder ins Zentrum. Am 30. April trifft sich die Europäische Zentralbank. Der Iran-Konflikt hat die wirtschaftlichen Prognosen spürbar verschoben. Die Notenbank erwartet für das laufende Jahr nun 2,6 Prozent Inflation. Das Wachstum schätzt sie auf magere 0,9 Prozent.
Die Märkte haben ihre Zinserwartungen komplett gedreht. Statt Zinssenkungen preisen Händler nun ein bis zwei Erhöhungen bis Jahresende ein.
Ein starker Euro von aktuell 1,1787 US-Dollar erschwert die Lage zusätzlich. Er macht deutsche Exportwaren auf dem Weltmarkt teurer.
Technisch bewegt sich der DAX in einer anspruchsvollen Phase. Der Relative-Stärke-Index notiert bei niedrigen 30,6 Punkten. Der Index kämpft mit einer dichten Widerstandszone bis 24.771 Punkte. Starke SAP-Zahlen könnten diesen Deckel sprengen. Enttäuscht der Softwarekonzern, droht ein Test der Unterstützung bei 23.738 Zählern.
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