DAX: Erste Woche im Plus

Der DAX beendet eine vierwöchige Verlustserie mit einem Wochenplus von etwa 2,7 Prozent. Geopolitische Spannungen und hohe Ölpreise bleiben bestimmend, während Südzucker stark zulegt.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Deutscher Leitindex beendet vier Verlustwochen
  • Geopolitische Risiken und hohe Ölpreise prägen Stimmung
  • Südzucker-Aktie verzeichnet starke Kursgewinne
  • Inflation in Deutschland bei 2,7 Prozent

Nach vier Verlustwochen in Folge hat der DAX endlich wieder Boden gutgemacht. Der deutsche Leitindex kletterte in dieser Woche von rund 22.213 auf zeitweise über 23.377 Punkte — ein Plus von etwa 2,7 Prozent. Damit durchbricht er eine bemerkenswert hartnäckige Verlustserie.

Was die Märkte bewegt hat

Hinter der Erholung steckten mehrere Faktoren gleichzeitig. Der Iran-Konflikt bleibt das dominierende geopolitische Thema: Fünf Wochen nach Kriegsbeginn greift Teheran weiterhin an, beschoss israelische Städte und traf Petrochemie-Anlagen im eigenen Land. Das Kräftemessen um die Straße von Hormus hält die Ölpreise auf erhöhtem Niveau — Brent stieg zeitweise auf über 128 Dollar, WTI auf über 106 Dollar.

Dass die Märkte trotzdem anzogen, zeigt: Anleger hatten die Risiken offenbar bereits eingepreist. Eine Gegenbewegung nach so vielen roten Wochen war fast überfällig.

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Inflation und Konjunktursignale gemischt

Auf der Datenseite gab es keine großen Überraschungen. Die Inflationsrate in Deutschland lag zuletzt bei 2,7 Prozent auf Jahresbasis — getrieben vor allem vom Ölpreis. Die Kerninflation in der Eurozone hält sich stabil bei 2,3 Prozent, was den Druck auf die EZB, die Zinsen anzuheben, vorerst begrenzt. Weniger erfreulich: Der deutsche Einzelhandel meldete einen Rückgang der Umsätze um 0,5 Prozent — ein weiteres Zeichen, dass die Binnenkonjunktur schwächelt.

Auf Unternehmensseite sorgte Südzucker für Aufsehen. Die Aktie sprang im Wochenverlauf kurzzeitig um mehr als 33 Prozent nach oben, bevor sie einen Teil der Gewinne wieder abgab. Hintergrund: Der Zuckerpreis ist indirekt mit dem Ölpreis verknüpft, weil Ethanol als möglicher Kraftstoffersatz gilt. In einem Umfeld steigender Energiepreise wird diese Kopplung plötzlich wieder relevant. Rüstungstitel hingegen korrigierten kräftig — nach monatelangem Anstieg entwich dort spekulative Luft.

Der Karfreitag beendete die Handelswoche früh. Gut möglich, dass die ruhigeren Tage rund um Ostern den Markt in dieser Hochspannungsphase gerade recht kommen.

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Über Dieter Jaworski 2594 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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