Der Leitindex startet zurückhaltend in die Wochenmitte. Nach der Erholung der vergangenen Tage signalisieren die vorbörslichen Indikationen ein leichtes Minus. Die eigentliche Entscheidung dürfte allerdings erst am Abend fallen.
Vorbörslich leichter Abschlag
Der X-Dax deutete eine Stunde vor Handelsbeginn auf ein Minus von 0,3 Prozent. Bremsend wirken wieder anziehende Ölpreise, getrieben von der Wahl in Israel und Berichten über mögliche US-Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen Anfang November. Das Vorwochenhoch und damit das Oktoberhoch bei 25.706 Punkten bleibt dennoch in Reichweite. Zuvor muss der Index die 50-Tage-Linie bei rund 25.592 Punkten überwinden.
Rückenwind liefert Asien. Der südkoreanische Kospi sprang um 6,6 Prozent, nachdem der Chipkonzern SK Hynix mit rasantem Wachstum die Erwartungen übertroffen hatte.
Berichtssaison mit Gewinnern und Verlierern
Die Quartalszahlen fielen im Dax gemischt aus. BASF übertraf im dritten Quartal die Erwartungen beim operativen Ergebnis und wird für das Gesamtjahr optimistischer. Die Deutsche Bank meldet erneut einen Milliardengewinn und könnte beim Ertragsziel von rund 33 Milliarden Euro für 2026 sogar noch zulegen.
Bei Symrise dämpfte der Margenausblick. Der Konzern erwartet 2026 eine Marge in der unteren Hälfte der Zielspanne, die Aktie gab vorbörslich um 4,0 Prozent nach. Mercedes-Benz steigerte den Gewinn im dritten Quartal, hatte aber bereits am Dienstag das Gewinnziel gesenkt. Als Gründe nennt der Konzern das schwierige Umfeld in China und höhere Materialkosten im Schlussquartal.
Positiv werten Marktbeobachter, dass die Banken bislang keine größeren Belastungen durch Kreditausfälle melden.
Abends entscheidet die Zinsperspektive
Um 19:00 Uhr MEZ steht die Fed-Entscheidung an. Eine Zinsänderung wird nicht erwartet. Wichtiger ist der Ton: Die gestiegenen Energiepreise könnten die Notenbank zu vorsichtigeren Signalen für die kommenden Monate bewegen.
Danach folgen nach US-Börsenschluss die Zahlen von Alphabet und Microsoft. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen den hohen KI-Investitionen und dem freien Cashflow. Die Zweifel an der Finanzierbarkeit des KI-Booms haben zuletzt zugenommen.
Charttechnisch sehen Beobachter für heute eine Spanne zwischen 25.300 und 25.650 Punkten. Nach oben liegt die nächste Hürde bei 25.750 Punkten, nach unten stützt der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 24.948 Punkten.
Erst ein nachhaltiger Schlusskurs über 25.800 Punkten würde ein belastbares Kaufsignal liefern, das Rekordhoch bei 26.618 Punkten käme dann wieder in den Blick.
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