Der DAX startet freundlich in den Wochenschluss — und das trotz einer Gemengelage, die nichts von ihrer Komplexität verloren hat. Die Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran treibt die Märkte an, während die echten Knackpunkte ungelöst im Raum stehen.
Technik und Frieden als Treiber
Vorbörslich notiert der DAX rund ein Prozent höher bei etwa 24.880 Punkten. Die Marke von 25.000 Punkten — und der knapp darüber verlaufende Korrekturtrend seit dem Allzeithoch vom 13. Januar 2026 bei 25.507 Punkten — rückt damit wieder in Reichweite. Begleitet wird die Erholung von starken Vorgaben aus Asien: Der Nikkei legte fast drei Prozent zu, getragen von einem Tech-Rally in Japan und Taiwan, die durch die positiven Nvidia-Zahlen der Vorwoche weiter befeuert wird.
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Indes bleibt die Iran-Story das bestimmende Thema. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners bremst die Euphorie: Die USA und der Iran liegen bei der Frage nach angereichertem Uran noch immer weit auseinander. Hinzu kommen mögliche Zölle des Iran auf die Straße von Hormus — ein Nadelöhr für den globalen Ölhandel. Brent notiert um 104 Dollar je Barrel, gut 50 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts.
Konsum erholt sich, Software zieht an
Ein überraschend positives Signal kommt aus der Binnenwirtschaft. Das GfK-Konsumklima verbesserte sich im Juni auf minus 29,8 Punkte, nachdem Analysten einen Rückgang auf minus 34,0 Punkte erwartet hatten. Die Sparneigung geht den dritten Monat in Folge leicht zurück — der Kriegsdruck wirkt sich nach Einschätzung der Konsumforscher derzeit nur begrenzt aus, solange keine weitere Eskalation folgt.
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Am deutschen Aktienmarkt könnten SAP und TeamViewer von den starken Quartalszahlen ihrer US-Pendants Workday und Zoom Communications profitieren. Auf der anderen Seite geraten Chemiewerte wie Evonik und Lanxess unter Druck: JPMorgan stufte beide ab, Goldman Sachs folgte bei Lanxess nach.
Enge Handelsspanne als Taktgeber
Die europäischen Märkte stecken seit mehr als einem Monat in einer engen Spanne fest. Barclays-Stratege Emmanuel Cau beschreibt die Lage treffend: Angesichts hoher Ölpreise und schwächelnder Anleihemärkte zeigen die Aktienmärkte bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit — aber wer wettet, setzt auf die künftige Ölpreisentwicklung, nicht auf Fakten. Technisch bewegt sich der DAX heute voraussichtlich zwischen 24.600 und 24.950 Punkten. Ob die 25.000er-Marke am heutigen Freitag ernsthaft in Angriff genommen wird, dürfte davon abhängen, ob die Nahost-Schlagzeilen zum Wochenschluss noch einmal drehen.
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