DAX: Gelungene Zukunftsperspektiven!

Berichte über einen US-Friedensplan für den Nahen Osten lassen den DAX um 1,5 Prozent steigen und den Ölpreis unter 100 Dollar fallen. Besonders zuvor stark gebeutelte Werte wie Siemens Energy profitieren.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • DAX steigt auf über 23.000 Punkte
  • Brent-Öl fällt unter 100-Dollar-Marke
  • Siemens Energy mit bis zu fünf Prozent Plus
  • Lanxess nach Analysten-Hochstufung stark im Aufwind

Der Iran-Krieg hat die Märkte seit Wochen im Würgegriff – doch heute atmen die Anleger auf. Berichte über einen US-Friedensplan für den Nahen Osten sorgen für spürbare Erleichterung, der DAX kletterte zeitweise auf 23.070 Punkte.

Ölpreis gibt nach – Druck vom Markt

Den entscheidenden Impuls lieferte die Meldung, dass Washington Teheran einen mehrstufigen Friedensplan übermittelt haben soll. US-Präsident Trump legte nach und erklärte, der Iran wolle einen Deal „unbedingt“ abschließen. Dass Irans Militärführung die Verhandlungsberichte öffentlich zurückwies, störte die Anleger kaum – widersprüchliche Signale aus der Region sind längst Gewohnheit.

Der Brent-Rohölpreis fiel daraufhin deutlich unter die Marke von 100 Dollar auf rund 98 Dollar je Fass. Das ist relevant: Ein sinkender Ölpreis dämpft Inflations- und Konjunktursorgen gleichermaßen und gibt Aktien Rückenwind.

Gegen Mittag notierte der DAX bei rund 23.000 Punkten, ein Plus von rund 1,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Zum Vergleich: Am Montag war der Index nach einem Ultimatum Trumps zeitweise auf 21.863 Punkte abgesackt – den tiefsten Stand seit April 2025. Die anschließende Erholung verlief entsprechend heftig.

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Einzelwerte im Aufwind

Besonders gefragt sind heute Titel, die im Verlauf des Kriegs besonders stark gelitten hatten. Siemens Energy führt die DAX-Gewinnerliste mit einem Tagesplus von bis zu fünf Prozent an – der Wert hatte in den vergangenen Kriegswochen zeitweise fast 20 Prozent eingebüßt.

Im MDAX sticht Lanxess heraus: Nach einer Hochstufung durch JPMorgan auf „Overweight“ schoss die Aktie um 17 Prozent nach oben. Die Analysten sehen das Kölner Chemieunternehmen als einen der größten Profiteure der aktuellen Lage, da Produktionsprobleme im asiatisch-pazifischen Raum westlichen Anbietern in die Hände spielen. Seit dem Tief vom Montag summiert sich die Erholung bei Lanxess damit bereits auf fast 50 Prozent.

Jenoptik gewann nach Bestätigung der Jahreszahlen und eines zuversichtlichen Ausblicks in der Spitze rund elf Prozent.

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Trübe Stimmung, aber keine Überraschung

Etwas Schatten auf das freundliche Bild wirft der ifo-Geschäftsklimaindex: Er fiel im März um zwei Punkte auf 86,4 Zähler – den schwächsten Wert seit Februar 2025. Die aktuellen Lageeinschätzungen blieben zwar stabil, die Erwartungen trübten sich jedoch ein. Als Hauptursache gilt der Iran-Krieg. Überrascht hat das kaum jemanden – der Rückgang war in dieser Größenordnung eingepreist.

Die EZB signalisierte unterdessen Handlungsbereitschaft, falls sich die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts verschärfen sollten. Christine Lagarde machte deutlich, das Inflationsziel von zwei Prozent bleibe „bedingungslos“. Konkretes Handeln ist aber noch nicht in Sicht – die Notenbank beobachtet zunächst die weitere Entwicklung.

Solange der Nahostkonflikt das dominierende Thema bleibt, dürfte der DAX volatil bleiben. Jede neue Meldung aus der Region – in beide Richtungen – kann die Kurse schnell bewegen.

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