DAX: Geopolitischer Stresstest

Geopolitische Spannungen um die Straße von Hormus führen zu breiten Kursverlusten an den Märkten. Der DAX droht unter 22.000 Punkte zu fallen, während Ölpreise hoch bleiben.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Marktstart mit deutlichem Minus von rund zwei Prozent
  • Brent-Öl notiert hartnäckig nahe Mehrjahreshoch
  • Breite Risikoaversion bei Aktien, Anleihen und Gold
  • Einzelwerte wie BASF und Beiersdorf unter Druck

Trumps Ultimatum an den Iran hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Der DAX startet mit deutlichen Abschlägen in die neue Woche – und Anleger fragen sich, wie weit die Eskalation noch gehen kann.

In der Nacht zu Sonntag drohte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig freigeben. Der Iran antwortete mit der Ankündigung, die Meerenge vollständig zu sperren. Für den globalen Ölhandel wäre das ein Schlag ins Kontor.

Der vorbörsliche Indikator signalisiert für den DAX ein Minus von rund zwei Prozent – die Marke von 22.000 Punkten droht zu fallen. Damit erlebt der Index zum dritten Mal seit Kriegsbeginn einen markanten Kurseinbruch am Montagmorgen. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das der DAX am 13. Januar erreicht hatte, ist er inzwischen weit entfernt.

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Wenn alle Assets gleichzeitig fallen

Besonders beunruhigend ist das aktuelle Muster: Aktien, Anleihen und Gold verlieren gleichzeitig. Es findet keine klassische Flucht in sichere Häfen statt – Kapital wird schlicht abgezogen. Das deutet auf eine breite Risikoaversion hin, nicht auf eine bloße Sektor-Rotation.

Brent-Rohöl notiert bei rund 113 Dollar je Barrel und bleibt damit hartnäckig nahe seinem Mehrjahreshoch von fast 120 Dollar. Ein dauerhaft hoher Ölpreis wirkt wie Sand im Getriebe der Weltwirtschaft – und erhöht gleichzeitig den Druck auf die Notenbanken, die zwischen Wachstumsschwäche und Inflationsrisiken abwägen müssen.

Auch in Asien dominieren die Verkäufer: Der Nikkei verlor rund 3,5 Prozent, der Hang Seng büßte über vier Prozent ein. Der US-Leitindex Dow Jones hatte bereits am Freitag seine vierte Verlustwoche in Folge verbucht und liegt seit seinem Februar-Rekord fast zehn Prozent im Minus.

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Einzelwerte im Sog des Großen Bildes

Abseits der geopolitischen Schlagzeilen gibt es einige Unternehmensnachrichten, die für sich genommen Aufmerksamkeit verdienen. BASF-Chef Kamieth räumte ein, dass sich die milliardenschwere Investition in ein neues Chemiewerk in China später als geplant auszahlen wird. Der Markt startete in einem Umfeld historisch niedriger Preise und Margen – die Profitabilität werde in den ersten Jahren deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben.

Beim Stahlkonzern Salzgitter enttäuschte der Dividendenvorschlag. Beiersdorf bekommt eine Abstufung zu spüren: Die Privatbank Berenberg kappte ihre Ergebnisschätzungen für die Jahre bis 2028 um bis zu 17 Prozent und strich die Kaufempfehlung.

Etwas Licht im Schatten liefert Hornbach: Der Baumarkt- und Baustoffkonzern hat seine eigenen Jahresziele auf Basis vorläufiger Zahlen erreicht – auch wenn gestiegene Kosten im vierten Quartal am Ergebnis nagten.

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