Der deutsche Leitindex hat heute einen spektakulären Satz nach vorne gemacht. Ein Plus von 5,06 Prozent auf 24.080,63 Punkte — das ist der stärkste Tagesgewinn seit gut drei Jahren. Der Auslöser: eine in letzter Minute vermittelte Waffenruhe im Iran-Krieg.
Pakistan als unerwarteter Markthelfer
Pakistan vermittelte zwischen den USA und dem Iran eine sofortige, weitreichende Feuerpause — ein Schritt, den Börsianer als „Geschenk“ bezeichneten. Entscheidend für die globale Risikowahrnehmung ist dabei weniger die Waffenruhe selbst als vielmehr ihre Konsequenz: Der Iran will die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Diese Meerenge ist einer der wichtigsten Transportwege der Welt — ihre Sperrung hatte die Energiemärkte wochenlang in Atem gehalten.
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Die Ölpreise reagierten prompt und fielen prozentual zweistellig. Brent-Rohöl rutschte zeitweise unter 91 Dollar je Barrel — das niedrigste Niveau seit Mitte März. Für die Märkte ist das mehr als nur ein Rohstoffpreis: Günstigeres Öl dämpft die Inflationsängste und nimmt den Notenbanken den Druck, die Leitzinsen weiter anzuheben.
Zinswende rückt wieder in Reichweite
Der März war von einer brutalen Neubewertung des Zinsumfelds geprägt. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen kletterten um 36 Basispunkte auf 3,0 Prozent — getrieben von der Sorge, die EZB könnte trotz konjunktureller Abkühlung zum Handeln gezwungen sein. Heute dreht sich dieses Narrativ: Mit nachgebenden Ölpreisen wächst die Hoffnung, dass der Inflationsschub nur eine kurze Episode bleibt.
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Noch steht die Entspannung auf wackeligem Fundament. Der Iran erwägt nach eigenen Angaben, aus der zweiwöchigen Feuerpause auszusteigen — als Reaktion auf anhaltende israelische Angriffe auf die Hisbollah im Libanon. Zwei Wochen sind keine Lösung, sie sind ein Aufschub. Ob die anstehenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zu einem dauerhaften Frieden führen, wird darüber entscheiden, ob die heutige Erholung mehr ist als eine Atempause.
Vom Allzeithoch bei 25.507,79 Punkten, das der DAX am 13. Januar markiert hatte, ist der Index trotz des heutigen Sprungs noch ein gutes Stück entfernt. Immerhin: Gemessen am Jahrestief Ende März hat er heute knapp zwei Drittel der kriegsbedingten Verluste wieder aufgeholt.
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