DAX: Hoffnung als Kurstreiber

Der DAX legt nach Berichten über eine abgesagte US-Militäraktion gegen den Iran deutlich zu. Rüstungs- und Softwarewerte führen die Erholung an.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • DAX steigt über 1,1 Prozent
  • Trump soll Iran-Angriff abgesagt haben
  • Rheinmetall und SAP stark gefragt
  • Ölpreis bleibt trotz Entspannung hoch

Der deutsche Leitindex zeigt sich am Dienstag von seiner robusten Seite. Rund 1,1 bis 1,4 Prozent im Plus, mit einem Zwischenhoch bei knapp 24.664 Punkten — der Weg Richtung 25.000 scheint wieder offen. Der Auslöser: US-Präsident Trump soll einen für Dienstag geplanten Militärschlag gegen den Iran kurzfristig abgeblasen haben.

Die Nachricht schlug an den europäischen Märkten sofort an. Investoren quittierten die vermeintliche Entspannung mit Kauflaune — auch wenn die Lage im Nahen Osten alles andere als geklärt ist. Mehrere Golfstaaten-Vertreter dementierten gegenüber dem „Wall Street Journal“ überhaupt Kenntnis von einem geplanten Angriff. Trumps Ankündigung „ernsthafter Verhandlungen“ mit Teheran bleibt damit schwer einzuordnen.

Rotation im Index: Rüstung und Software gefragt

Die Erholung verlief nicht gleichmäßig. Besonders gefragt waren Werte, die zuletzt unter Druck standen. Rheinmetall legte mehr als vier Prozent zu, SAP verbuchte ein Plus von knapp sechs Prozent. Nemetschek und ATOSS Software kletterten sogar zweistellig. Offenbar nutzen Anleger die ruhigere Stimmung für Nachkäufe in Sektoren, die in der jüngsten Verkaufswelle überproportional litten.

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Auf der Verliererseite standen Titel, die zuletzt vom Krisenmodus profitierten oder deren Rally reif für eine Pause war. Infineon gab 2,2 Prozent nach. SMA Solar verlor fast acht Prozent — nach einer Kursverdopplung allein in diesem Jahr kein überraschendes Signal.

Für Gesprächsstoff sorgte auch Ottobock: Der Prothesenhersteller sah sich ausgerechnet am Tag seiner Hauptversammlung mit einem kritischen Leerverkäufer-Report von Grizzly Research konfrontiert. Die Aktie verlor zeitweise knapp zehn Prozent.

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Ölpreis gibt nach — Inflationssorgen bleiben

Trotz der Entspannungssignale im Geopolitischen hält sich der Ölpreis auf erhöhtem Niveau. Brent-Rohöl notierte zur Mittagszeit bei rund 110 Dollar je Fass — ein leichtes Minus gegenüber dem Vortag, aber immer noch weit genug oben, um die Inflationsdebatte nicht einschlafen zu lassen. Der Euro zeigte sich schwächer und kostete rund 1,1625 US-Dollar.

Das Kernproblem bleibt ungelöst: Der Streitpunkt im Iran-Konflikt ist das Atomprogramm Teherans, das Washington als nicht verhandelbar betrachtet. Eine Waffenruhe oder diplomatische Annäherung kann das strukturelle Spannungsfeld nicht beseitigen — sie verlagert es nur. Wie schnell die Stimmung wieder kippen kann, haben die vergangenen Handelstage eindrücklich gezeigt. Der DAX feiert heute die Pause. Ob die Pause hält, ist eine andere Frage.

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Ein zentraler Aspekt ist das Timing („Timing is Money“), denn Risikobegrenzung ist essenziell („Vermeiden ist besser als Verlieren!“). Mein Ziel ist es, Ihnen klare Orientierung in dynamischen Märkten zu bieten.

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