DAX: Hoffnung ohne Fundament

Der deutsche Leitindex gibt zu, nachdem sich Hoffnungen auf eine Nahost-Entspannung als trügerisch erwiesen haben. Hohe Ölpreise und Handelsrisiken belasten weiterhin die Stimmung.

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Kurz & knapp:
  • Iran lehnt US-Waffenruhevorschlag klar ab
  • Brent-Ölpreis bleibt hartnäckig über 100 Dollar
  • Iranische Drohungen sperren Straße von Hormus
  • Asiatische Börsen geben bereits den Ton vor

Der gestrige Erholungstag war schön — aber er war auf Sand gebaut. Heute Morgen zeigt sich: Die Gewinne vom Mittwoch halten nicht. Der DAX wird vorbörslich rund ein Prozent tiefer bei etwa 22.720 Punkten taxiert.

Der Grund liegt auf der Hand. Was die Märkte gestern noch beflügelt hatte — nämlich Gerüchte über eine mögliche Waffenruhe im Nahen Osten — hat sich inzwischen als trügerisch erwiesen. Iran hat einen US-Vorschlag zur Pause des Krieges klar zurückgewiesen und gleichzeitig weitere Angriffe auf Israel und arabische Golfstaaten gestartet. Von Deeskalation keine Spur.

Ölpreis bleibt das zentrale Risiko

Besonders brisant: Der Brent-Ölpreis hält sich hartnäckig über der 100-Dollar-Marke und liegt damit fast 40 Prozent über dem Niveau von vor Kriegsbeginn. Das trifft die exportorientierte deutsche Wirtschaft empfindlich — und spiegelt sich direkt in der Stimmung am deutschen Aktienmarkt wider.

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Dazu kommt die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus. Iran hat klargemacht, dass diese Schlüsselroute für sogenannte „feindliche“ Staaten effektiv gesperrt bleibt. Nur wenige Länder — darunter China, Russland und Indien — dürfen weiterhin passieren. Das Marktrisiko durch mögliche Lieferengpässe bleibt also real und akut.

Reaktion auf Hoffnung statt auf Fakten

Dass die Märkte gestern so stark auf vage Diplomatie-Signale reagiert haben, ist symptomatisch für die aktuelle Lage. Anleger greifen bei jedem Deeskalationshinweis reflexartig zu — und verkaufen ebenso schnell, wenn die Realität die Erwartungen wieder einholt. Dieses Muster dürfte sich auch heute wiederholen.

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Asien hat den Ton bereits vorgegeben: In Tokio verlor der Nikkei 225 rund 0,7 Prozent, in China und Hongkong gaben die Indizes noch stärker nach. Die US-Futures zeigen ebenfalls nach unten.

Ob der DAX in diesem Umfeld schon seinen Tiefpunkt gesehen hat, ist offen. Solange die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran keine greifbaren Ergebnisse liefern, bleibt die Stimmung fragil — und die nächste Korrektur ist stets nur eine Nachrichtenmeldung entfernt.

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