Die neue Woche startet mit einer doppelten Belastung für den deutschen Leitindex. Gescheiterte Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sorgen für Unruhe an den Märkten — und auch aus der Berliner Koalitionspolitik kommen keine beruhigenden Signale.
Ölpreis als Spielverderber
Nach dem ergebnislosen Ende der US-Iran-Verhandlungen in Islamabad am frühen Sonntagmorgen kündigte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus an. Die US-Marine soll künftig alle Schiffe daran hindern, die Meerenge zu passieren. Schiffe, die dem Iran Transitgebühren gezahlt haben, sollen abgefangen werden.
Das trifft den DAX empfindlich. Der DAX-Future verlor im Frühhandel bereits 278 Punkte auf 23.679 Zähler. Marktanalyst Timo Emden warnte, die Märkte seien derzeit nicht auf eine erneute Eskalation eingestellt. Solange die Straße von Hormus im Fokus militärischer Risiken stehe, seien hohe Ölpreisnotierungen ein struktureller Belastungsfaktor.
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Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management benennt die entscheidende Schwelle: Bleibe Rohöl unter 90 Dollar, könnten Inflationssorgen nachlassen und Zinssenkungshoffnungen Aktien stützen. Klettere der Preis über 100 Dollar, werde es eng.
Koalitionsstreit verschärft die Nervenprobe
Parallel zur geopolitischen Eskalation liefert die Berliner Politik ein unruhiges Bild. Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil verließen nach einem langen Verhandlungsmarathon in der Villa Borsig gegen Mitternacht das Treffen — ohne Ergebnis und ohne Statements. Eine Pressekonferenz ist für diesen Montag angekündigt.
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Im Kern streitet die Koalition über Entlastungen bei den Energiepreisen. Mehrere Ministerpräsidenten, darunter aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin, fordern eine sofortige Senkung der CO2-Abgabe auf Kraftstoffe. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Finanzminister Klingbeil lieferten sich vor dem Wochenende öffentlich sichtbare Positionskämpfe, bevor Merz beide zur Zurückhaltung aufforderte.
Für den DAX ist diese politische Lähmung kein reines Hintergrundrauschen. Ungelöste Fragen zur Energiepolitik belasten die Planungssicherheit für Unternehmen — ausgerechnet in einem Moment, in dem der Ölpreis extern ohnehin drückt.
Was diese Woche noch zählt
Abseits der geopolitischen und innenpolitischen Themen richtet sich der Blick auf weitere Datenpunkte. Am Dienstag stehen US-Produzentenpreise an, die den Inflationstrend im Zuge des Iran-Konflikts weiter festigen dürften. Am Donnerstag folgen chinesische BIP-Daten für das erste Quartal 2026. Auch die angelaufene US-Berichtssaison mit Zahlen von Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup könnte Impulse für Deutsche Bank und Commerzbank liefern — auch wenn konkrete Rückschlüsse auf die Ölpreis-Folgen für die Unternehmen noch zu früh kämen. Hinzu kommen Analysten-Events von Mercedes-Benz am Montag und BMW am Dienstag.
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