Der deutsche Leitindex startet in eine Woche, über deren Ausgang noch nicht entschieden ist. Bei 25.104 Punkten notiert der DAX nahezu unverändert – und doch stehen die Zeichen auf Bewegung. Gleich mehrere Termine könnten die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben. Die Anleger halten sich bedeckt, das Volumen war am Freitag mit 162,69 Millionen Stücken durchschnittlich. Der RSI von 75,9 signalisiert, dass der Index aus technischer Sicht bereits überkauft ist.

Termin-Marathon zum Start

Am Montag liefern die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA den ersten Stimmungstest. Entscheidend wird der Mittwoch: Dann veröffentlicht die Eurozone vorläufige Inflationsdaten – ein Vorgeschmack auf die nächste EZB-Sitzung. Parallel dazu laden zwölf Unternehmen aus DAX und Nebenwerten zur Hauptversammlung. Besonders im Fokus: Evonik und Salzgitter. Am Abend gibt die Deutsche Börse die Ergebnisse der turnusgemäßen Index-Überprüfung bekannt, was im Vorfeld bereits zu Umschichtungen führen könnte.

Den Wochenabschluss bildet am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht. Er könnte die Zinserwartungen an die Fed neu justieren.

Technische Ausgangslage: Unterstützung vorhanden

Der Index hat sich oberhalb der 25.000 Punkte stabilisiert. Die 50-Tage-Linie bei 23.970 Punkten liegt gut vier Prozent unter dem aktuellen Niveau – ein Indikator für die relative Stärke der vergangenen Wochen. Das 52-Wochen-Hoch bei 25.420 Punkten ist nur gut ein Prozent entfernt. Charttechnisch wäre ein Ausbruch über 25.220 Punkte ein erstes Kaufsignal. Rutscht der DAX dagegen unter 25.000, könnte die nächste Auffangzone erst um die 24.390 Punkte liegen.

Die abwartende Haltung der Investoren ist verständlich. Die fundamentale Richtung wird diese Woche bestimmt – durch Inflationsdaten, Unternehmenssignale und die Geldpolitik auf beiden Seiten des Atlantiks.