Der deutsche Leitindex startet mit deutlichen Verlusten in den März. Nach dem eskalierenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran vom Wochenende taxiert der Broker IG den DAX am Sonntagnachmittag auf rund 24.900 Punkte – ein Minus von 1,5 Prozent gegenüber dem Freitag. Das Rekordhoch von 25.507 Punkten rückt damit vorerst in weite Ferne.
Die Tötung des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen hat die Lage im Nahen Osten dramatisch verschärft. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Angriffen auf US-Stützpunkte und militärische Ziele in Tel Aviv. Die größte Sorge der Märkte: ein steigender Ölpreis und mögliche Lieferausfälle aus der Region.
Straße von Hormus im Fokus
Besonders brisant wird es an der Straße von Hormus. Durch diese Meeresenge zwischen Iran und Oman fließt täglich rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Iranische Revolutionsgarden haben dort laut Berichten den Schiffsverkehr bereits eingeschränkt. Ein Öltanker wurde angegriffen. Die Opec+ reagierte am Sonntag mit einer Produktionserhöhung um 206.000 Barrel pro Tag ab April – allerdings ohne den Konflikt direkt zu erwähnen.
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Analysten der Commerzbank warnen: Die Opec+-Staaten könnten zwar Ausfälle aus dem Iran ausgleichen, haben aber nicht genug freie Kapazitäten für eine vollständige Blockade der Hormus-Passage. Das macht die Situation für die Märkte besonders nervös.
Technische Marke unter Druck
Charttechnisch wird es jetzt spannend. Die Marke von 25.000 Punkten hatte dem DAX in der zweiten Februarhälfte mehrfach Halt gegeben. Ein Unterschreiten dieser Schwelle könnte weitere Verkäufe auslösen. Die kurzfristige Durchschnittslinie bei 24.971 Punkten rückt als nächste Unterstützung in den Blick.
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Robert Halver von der Baader Bank bleibt dennoch relativ gelassen. Er sieht in kurzfristigen Rücksetzern längerfristig günstige Einstiegsgelegenheiten. Seine Begründung: Trotz Zoll-Chaos, Iran-Krise und KI-Sorgen zeigten sich die Aktienmärkte zuletzt widerstandsfähig. Zudem profitiere Europa derzeit von einem Sinneswandel der Investoren, die nach der KI-Euphorie in den USA nun wieder europäische Werte entdeckten.
US-Arbeitsmarkt wird entscheidend
Neben der Geopolitik richtet sich der Blick auf Konjunkturdaten. Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Februar an. Analysten erwarten nur noch 60.000 neue Stellen nach 130.000 im Januar. Ein anhaltend schwacher Stellenzuwachs würde die Zinssenkungsfantasie befeuern – derzeit sind für 2026 zwei Schritte der Fed eingepreist, möglich wären aber drei.
Bei deutschen Unternehmen läuft die Berichtssaison auf Hochtouren: Beiersdorf legt am Dienstag vor, gefolgt von Adidas, Bayer, Continental und Symrise am Mittwoch. Am Donnerstag berichten Merck und DHL, am Freitag dann die Lufthansa.
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