Der deutsche Leitindex kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Stabilisierungsversuch am Donnerstagnachmittag zeichnet sich am heutigen Freitagmorgen bereits der nächste Dämpfer ab. Der Broker IG taxiert den DAX rund zweieinhalb Stunden vor Xetra-Start 0,3 Prozent tiefer auf 24.407 Punkte. Tags zuvor war der Index zwischenzeitlich auf fast 24.272 Punkte abgerutscht – nur knapp über dem Jahrestief.
Die Nervosität der Anleger hat einen klaren Auslöser: Die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz bleiben hartnäckig. Was als Technologie-Revolution begann, entwickelt sich zunehmend zu einem Belastungsfaktor. Im nachbörslichen US-Handel zeigt sich das Ausmaß der Verunsicherung deutlich: Amazon brach zweistellig ein, nachdem der Konzern ankündigte, in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu investieren.
Amazon-Zahlen als Brandbeschleuniger
Damit übertrifft Amazon sogar die bereits massive Investitionssumme, die die Google-Mutter Alphabet am Mittwoch verkündet hatte. „Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht“, kommentiert Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung wirke wie das Negativ des Booms von 2025. Der Jefferies-Branchenexperte Brent Thill bringt es auf den Punkt: „Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen.“
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Das Problem ist klar umrissen: Neben der Frage, ob und wann sich die immensen Investitionen in KI auszahlen, belastet zunehmend auch die Konkurrenz im KI-Sektor. Die Technologiewerte an der Wall Street erlebten am Donnerstag einen schweren Tag. Der Dow Jones Industrial verlor 1,2 Prozent auf 48.908,72 Zähler – und das, obwohl er erst am Dienstag noch ein Rekordhoch markiert hatte.
Europäische Märkte im Sog der Tech-Schwäche
Auch die europäischen Börsen bekamen den Gegenwind zu spüren. Der DAX verlor am Donnerstag 0,46 Prozent auf 24.491,06 Punkte. Damit liegt der Index deutlich unter seinem Allzeithoch vom 13. Januar, als er bei 25.507,79 Punkten ein neues Rekordhoch markiert hatte. Der paneuropäische Stoxx 50 gab 0,84 Prozent nach.
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Die asiatischen Märkte zeigten am Freitag ein uneinheitliches Bild. Während der japanische Nikkei 225 um 0,6 Prozent zulegte, verlor der Hang Seng Index in Hongkong rund ein Prozent. Der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen gab 0,2 Prozent nach. Die schwache Verfassung der US-Technologiewerte drückt offenbar auch in Asien auf die Stimmung.
EZB hält Leitzins stabil
Eine mögliche Wendung in der Geldpolitik blieb aus: Die Europäische Zentralbank hat nach ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 den Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Die letzte Anpassung hatte im Juni stattgefunden. Geopolitisch könnte es heute jedoch Bewegung geben: Der Iran will nach eigenen Angaben mit den USA neue Verhandlungen in Oman beginnen.
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