DAX: Konsolidierung mit Kaufsignalen

Der deutsche Leitindex konsolidiert nahe seiner wichtigen 200-Tage-Linie. Geopolitische Spannungen um den Iran und steigende Ölpreise belasten, während die charttechnischen Indikatoren weiterhin Kaufsignale senden.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Index notiert knapp über 200-Tage-Durchschnittslinie
  • Geopolitische Risiken und hoher Ölpreis belasten
  • Gleitende Durchschnitte zeigen weiterhin Kaufsignale
  • SAP-Quartalszahlen als nächster wichtiger Kursfaktor

Der Iran-Konflikt hält die Märkte in Atem. Seit dem Höhenflug bis auf 24.801 Punkte am 17. April hat der DAX in drei aufeinanderfolgenden Handelstagen nachgegeben — und kämpft heute Morgen an einer charttechnisch bedeutsamen Schwelle.

200-Tage-Linie rückt in den Blick

Der Leitindex startete mit einem Minus von rund 0,2 bis 0,4 Prozent in den Donnerstagshandel und notiert damit knapp oberhalb seiner 200-Tage-Linie bei 24.116 Punkten. Diese gleitende Durchschnittslinie gilt als wichtiger Gradmesser für den langfristigen Trend — ein nachhaltiger Rutsch darunter würde das technische Bild eintrüben.

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Der Druck kommt von zwei Seiten: Der Ölpreis für die Nordsee-Sorte Brent stieg über die Marke von 100 Dollar je Barrel, nachdem der Iran zuletzt drei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen und zwei davon aufgebracht hatte. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Gleichzeitig stocken die Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran — trotz intensiver Pendeldiplomatie unter anderem durch die Türkei, Pakistan und Ägypten.

Technisch intakt, fundamental unruhig

Die V-förmige Erholung des DAX seit dem Mehrmonatstief bei 21.860 Punkten Ende März hatte eine rasche Einigung im Nahost-Konflikt vorweggenommen. Diese Erwartung bröckelt nun. Kein Wunder, dass sich auf dem Parkett Ernüchterung breit macht.

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Charttechnisch bleibt das Bild dennoch konstruktiv: Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage senden allesamt Kaufsignale. Die laufende Korrektur wird von Analysten als normale Gegenbewegung nach dem überkauften Zustand gewertet. Der erste Widerstand liegt bei 24.606 Punkten, das Tagestief vom 21. April. Gelingt der Sprung darüber, rückt die Marke von 25.184 Punkten ins Visier — dort würde zugleich eine noch offene Kurslücke geschlossen.

Neben dem geopolitischen Umfeld steht heute Nachmittag die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA auf dem Programm. Am Abend öffnet SAP als Schwergewicht im Index seine Bücher. Die Zahlen des Softwarekonzerns dürften den Ton für den weiteren Wochenverlauf mitbestimmen — das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten bleibt vorläufig in weiter Ferne.

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