DAX: Nervöse Marken-Verteidigung

Der deutsche Leitindex verteidigt knapp die 25.000 Punkte, während geopolitische Spannungen mit dem Iran und schwache Unternehmenszahlen die Anleger belasten.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Geopolitische Risiken durch Iran-Ultimatum belasten Märkte
  • Charttechnisch bewegt sich der DAX auf dünnem Eis
  • Wichtige US-Konjunkturdaten am Nachmittag erwartet
  • Kombination aus Risiken lässt Anleger vorsichtig agieren

Der deutsche Leitindex startet mit einem kleinen Plus in den Freitag – doch die Lage bleibt angespannt. Nach einem Ausflug bis 25.315 Punkte am Mittwoch korrigierte der DAX am Donnerstag deutlich um 0,9 Prozent auf 25.043 Punkte. Die wichtige Unterstützung bei 25.000 Punkten konnte zunächst verteidigt werden, doch die geopolitischen Spannungen mit dem Iran und schwache Unternehmenszahlen aus Europa belasten die Stimmung.

Der Broker IG taxierte den DAX am frühen Freitagmorgen rund 0,1 Prozent höher auf 25.072 Punkte. Doch Vorsicht: Die Futures zeigen im weiteren Verlauf bereits wieder Schwäche. Nach einer anfänglichen Kurslücke nach oben droht eine klassische Bullenfalle – ein Ausbruchsversuch, der schnell wieder eingefangen wird.

Geopolitik drückt auf die Stimmung

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum gesetzt: Innerhalb der nächsten 10 bis 15 Tage müsse ein Deal zum umstrittenen Atomprogramm stehen. Andernfalls drohen militärische Schläge bereits am Wochenende. Die US-Streitkräfte stehen bereit. Der Ölpreis reagiert mit einem Sprung auf ein Sieben-Monats-Hoch von 66,80 Dollar je Barrel – ein klares Zeichen wachsender Nervosität.

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Auch in Europa bleibt es unruhig: Die von den USA vermittelten Genfer Gespräche zwischen Russland und der Ukraine endeten ohne Durchbruch. Russland meldete die Zerstörung von 113 ukrainischen Drohnen über Nacht. Anleger fragen sich: Wie weit wagen sie sich vor dem Wochenende aus der Deckung?

Technisch angeschlagen

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der DAX auf dünnem Eis. Nach dem Rücksetzer am Donnerstag bildete sich eine Abwärtstrendlinie innerhalb des Tages. Das Rekordhoch von Mitte Januar bei 25.507 Punkten rückt zunächst in weite Ferne. Stattdessen könnten die 25.100 Punkte – die Kante der Kurslücke vom Wochenstart – erneut getestet werden.

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Sollte diese Marke nicht halten, droht ein Durchrutschen bis zur psychologisch wichtigen 25.000er-Schwelle. Dort könnte sich eine Long-Gelegenheit bieten – vorausgesetzt, die Bullen finden dort neuen Mut. Doch das volatile Umfeld macht Prognosen schwer.

Am Nachmittag stehen wichtige US-Konjunkturdaten auf der Agenda: Die erste Schätzung zum BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 sowie Zahlen zum Dienstleistungssektor und zur Verbraucherstimmung. Vor allem der PCE-Preisindex – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed – könnte die Erwartungen für eine mögliche Zinssenkung im Juni beeinflussen. Ein Anstieg würde die Hoffnungen dämpfen und den Druck auf die Aktienmärkte erhöhen.

Zusätzlich wird eine wegweisende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Trumps Zollpolitik erwartet. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, schwachen Unternehmenszahlen und unsicheren Zinsperspektiven lässt die Anleger vorsichtig agieren. Der DAX steht vor einem Nervenkrieg zwischen Hoffnung auf Stabilisierung und der Gefahr weiterer Rücksetzer.

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