DAX: Nervöser Start in die Woche

Der deutsche Leitindex verliert deutlich und fällt unter 25.000 Punkte. Neue US-Zölle und ein eingefrorenes Handelsabkommen belasten exportorientierte Konzerne, während der Umsatzanteil in China weiter schrumpft.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • Leitindex schließt unter wichtiger Marke von 25.000
  • Neue US-Zollpläne und geopolitischer Druck
  • China-Umsatz deutscher Konzerne bricht stark ein
  • Automobil- und Industrietitel besonders betroffen

Der Deutsche Aktienindex zeigte sich zum Wochenstart von seiner schwächeren Seite. Mit einem Minus von 268,72 Punkten schloss der DAX am Montag bei 24.991,97 Zählern – knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Verantwortlich für den Rücksetzer waren neue Zoll-Unsicherheiten aus den USA sowie zunehmende geopolitische Spannungen.

Für Dienstag taxierte der Broker IG den Leitindex am Morgen 0,16 Prozent höher auf 25.031 Punkte. Eine echte Stabilisierung ist das noch nicht. „Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit“, stellt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Die Doppel-Unsicherheit aus Zöllen und dem Iran-Konflikt münde in einer erhöhten Risikoaversion.

Trump-Zölle und eingefrorenes Handelsabkommen

Belastet wurde die Stimmung durch die Ankündigung eines neuen, einheitlichen 15-Prozent-Zolls auf Importe durch die Trump-Administration. Zusätzlich fror das Europäische Parlament das EU-US-Handelsabkommen (Turnberry Agreement) ein. Eine giftige Mischung für exportorientierte deutsche Konzerne.

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Besonders hart traf es die Automobilwerte: Volkswagen verlor 2,54 Prozent, während Airbus sogar 3,43 Prozent einbüßte. Auch Bayer rutschte um 2,01 Prozent ab. Zu den wenigen Gewinnern zählten Deutsche Telekom mit plus 1,62 Prozent und Infineon mit plus 1,53 Prozent.

China-Problem verschärft sich weiter

Die Probleme deutscher Konzerne in China verschärfen sich dramatisch. Bei 15 DAX-Unternehmen sowie zwölf weiteren MDAX- und SDAX-Firmen mit nennenswertem China-Geschäft ist der Umsatzanteil binnen vier Jahren um knapp ein Fünftel von 18,6 auf 14,9 Prozent eingebrochen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Handelsblatt Research Institute.

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Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei den Autobauern. VW verkaufte in seinem besten Jahr 2020 noch 42 Prozent seiner Fahrzeuge in China. 2025 waren es nur noch 30 Prozent. Der Abschwung trifft auch andere Branchen: Bei Adidas sank der Umsatzanteil binnen fünf Jahren von 23,6 auf 14,8 Prozent, bei Siemens von 13,2 auf 9,1 Prozent.

Grund für die Erosion sind Überkapazitäten und ein brutaler Konkurrenzkampf. Dieser zwingt selbst hochqualitative Anbieter, ihre Preise zu senken oder Marktanteile aufzugeben – mit entsprechenden Folgen für Gewinne und Margen.

Positive Signale aus Deutschland

Immerhin: Das deutsche Geschäftsklima erreichte im Februar mit 88,6 Punkten ein Sechsmonatshoch. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Situation als auch der Ausblick verbesserten sich laut ifo-Institut. Ein zartes Pflänzchen Hoffnung in einem schwierigen Umfeld.

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Diskussion zu DAX

Über Dieter Jaworski 1551 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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