DAX: Nervosität kehrt zurück

Der deutsche Leitindex fällt deutlich und entfernt sich von der 25.000-Punkte-Marke. Schwache US-Arbeitsmarktdaten und fallende Rohstoffpreise belasten die Stimmung, trotz unveränderter EZB-Zinsen.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • DAX fällt auf Jahrestief zu
  • Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten
  • EZB belässt Leitzinsen unverändert
  • Rüstungs- und Autoaktien unter Druck

Der DAX rutschte am Donnerstag um 0,46 Prozent auf 24.491 Punkte ab und vergrößerte damit den Abstand zur psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Im Tagesverlauf ging es zeitweise sogar um 1,3 Prozent abwärts – das bisherige Jahrestief rückte damit bedrohlich nah. Die Erholung vom Wochenbeginn? Schon wieder Geschichte.

Verantwortlich für die Nervosität sind gleich mehrere Faktoren: Der Silberpreis setzte seine Talfahrt fort und könnte laut Jochen Stanzl von der Consorsbank in Richtung 60 Dollar oder tiefer fallen. Das würde Anschlussverkäufe in anderen Anlageklassen nach sich ziehen. Auch Bitcoin sackte weiter ab. Zudem belasteten schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sprangen um 22.000 auf 231.000 – Analysten hatten nur 212.000 erwartet.

EZB lässt Zinsen unverändert

Die Europäische Zentralbank beließ die Leitzinsen bei ihrer ersten Sitzung 2026 wie erwartet unverändert. Der Einlagenzins steht weiterhin bei 2,0 Prozent. EZB-Präsidentin Christine Lagarde zeigte sich entspannt: „Wir sind in einer guten Lage und die Inflation ist in einer guten Lage.“ Zur Euro-Aufwertung gegenüber dem Dollar äußerte sie sich betont gelassen – der Anstieg seit März 2025 sei in den Szenarien der Notenbank bereits eingepreist.

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Den Markt beruhigte das nicht. „Investoren nehmen in diesem Umfeld lieber Gewinne mit und positionieren sich an den Seitenlinien“, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow. Die erhoffte konjunkturelle Belebung ist den Kursen längst vorausgeeilt – nun fehlt der Mut zum Nachkaufen, selbst bei positiven Signalen wie den heute gemeldeten deutschen Auftragseingängen.

Autobauer und Rüstungswerte unter Druck

Besonders hart traf es Branchenschwergewichte: Rheinmetall stürzte um 6,5 Prozent ab. Anleger befürchten, dass die Erwartungen für 2026 zu hoch gesteckt sind – zudem drücken die fortdauernden Ukraine-Gespräche auf Rüstungstitel. Bei den Autoaktien sorgten schwache Quartalszahlen von Volvo Cars für Verkaufsdruck. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verloren bis zu 3,7 Prozent.

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Auch der MDAX rutschte um 0,29 Prozent auf 31.434 Punkte. Lichtblicke gab es dennoch: RATIONAL sprang nach überzeugenden Zahlen um 13,5 Prozent nach oben. Evonik legte trotz Dividendenkürzung um 3,5 Prozent zu – die Aussicht auf eine Gewinnbelebung 2026 kam gut an. Heidelberger Druck hingegen brach um 14 Prozent ein: Der Auftragseingang enttäuschte die Erwartungen deutlich.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,75 Prozent auf 5.925 Punkte. Der klare Fehlausbruch über die 25.000er-Marke stellt sich im Nachhinein als klassische Bullenfalle heraus. Das noch junge Börsenjahr steht vor seiner ersten ernsthaften Bewährungsprobe.

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