DAX: Öl und Iran bremsen

Geopolitische Spannungen und steigende Rohölnotierungen drücken den deutschen Leitindex zum Handelsstart. Die 200-Tage-Linie rückt in den Fokus.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • DAX startet mit knapp einem Prozent im Minus
  • Brent-Öl steigt auf über 107 Dollar
  • Japanische Erzeugerpreise überraschen nach oben
  • 200-Tage-Linie rückt in den Fokus

Der DAX startete am heutigen Freitag mit einem Minus von knapp einem Prozent in den Handel — und gibt damit die Feiertagsgewinne von Christi Himmelfahrt rasch wieder ab. Gleich drei Belastungsfaktoren drücken den Leitindex gleichzeitig nach unten.

Ölpreis, Iran und wiederkehrende Inflation

Der andauernde Krieg zwischen den USA und dem Iran hält die Energiemärkte in Atem. Brent-Rohöl verteuerte sich am Morgen auf über 107 Dollar je Barrel — ein deutliches Plus gegenüber dem Vortag. Besonders brisant: Schiffsangriffe und Beschlagnahmungen in der Nähe der Straße von Hormus schüren Sorgen über Versorgungsunterbrechungen und halten den Aufwärtsdruck bei den Ölpreisen aufrecht.

Hinzu kommt das Thema Inflation, das viele Marktteilnehmer zuletzt etwas aus den Augen verloren hatten. Japanische Erzeugerpreise fielen höher aus als erwartet — ein Signal, das zeigt: Der Preisdruck ist global noch längst nicht gebannt. EZB-Ratsmitglied Martins Kazaks ließ bereits verlauten, dass steigende Ölpreise die Notenbank zu weiteren Zinserhöhungen zwingen könnten, sollten sie die Inflationserwartungen anheben. Kein Wunder also, dass der Rentenmarkt nervös reagiert und US-Staatsanleiherenditen auf Jahreshochs geklettert sind.

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Das Trump-Xi-Gipfeltreffen in Peking sorgte zunächst für Optimismus — doch der verflüchtigte sich schnell wieder. Die strukturelle Rivalität zwischen Washington und Peking bleibt ungebrochen, und die erhoffte Annäherung beim Thema KI-Halbleiterexporten blieb aus. In Asien reagierten die Märkte mit klaren Verlusten, der Nikkei 225 verlor zeitweise über zwei Prozent.

200-Tage-Linie als entscheidende Marke

Charttechnisch rückt die 200-Tage-Linie bei rund 24.118 Punkten wieder in den Fokus. Der DAX notierte zum Handelsauftakt bei etwa 24.230 Punkten — damit ist der Abstand zu dieser wichtigen Unterstützung gering. Gleichzeitig verläuft das Trendbarometer seitwärts, was auf einen richtungslosen Markt mit ausgeprägter Schwankungsbreite hindeutet.

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Zum Vergleich: Während der S&P 500 erstmals über die Marke von 7.500 Punkten geklettert ist und damit ein Jahresplus von rund zehn Prozent vorweist, liegt der DAX 2026 bislang minimal im Minus. Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt damit wieder in weite Ferne.

Vor dem Wochenende dürften viele Anleger defensive Positionen bevorzugen. Erfahrungsgemäß verschlechtert sich die geopolitische Lage über zweitägige Handelspausen häufig — das belastet die Risikobereitschaft zusätzlich. Am Nachmittag könnten noch der Empire-State-Index sowie Daten zur US-Industrieproduktion für Bewegung sorgen.

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