Der DAX geht in die neue Handelswoche mit einem doppelten Gegenwind. Der Iran-Konflikt hält die Energiemärkte angespannt, und frische US-Zölle auf europäische Fahrzeuge rücken ausgerechnet die schwergewichtigen Autobauer im Index ins Visier. Mit 24.270 Punkten beendete der Leitindex die Vorwoche knapp im Plus – eine erstaunlich stabile Bilanz angesichts der Nachrichtenlage.
Energiekrise als Dauerthema
Die Straße von Hormus bleibt blockiert, die diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran stecken fest. Berichte über mögliche US-Luftangriffe auf den Iran heizen die Unsicherheit zusätzlich an. Ökonomen warnen: Jede weitere Woche ohne Einigung treibt die Weltwirtschaft näher an eine ernsthafte Energieversorgungskrise – und der Ölpreisanstieg frisst sich bereits in die Inflationserwartungen, die zuletzt auf 4,0 Prozent geklettert sind.
Für Europa ist die Lage besonders heikel. Während die robuste US-Konjunktur einen gewissen Puffer bietet, steht der Kontinent möglicherweise bereits am Rand einer Stagflation. Die EZB ließ den Leitzins zuletzt unverändert – ein Zinsschritt nach oben im Juni gilt dennoch als reales Szenario, was die Handlungsspielräume der Notenbank weiter einengt.
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Zölle und Berichtssaison als Wochentreiber
Hinzu kommt das Zollthema, das zwischenzeitlich aus dem Fokus geraten war, nun aber zurück auf die Agenda drängt. Trump hat eine deutliche Anhebung der US-Tarife auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt – ein direkter Treffer für einen Index, der stark von Autokonzernen geprägt wird. Die EU-Kommission prüft Gegenmaßnahmen, ein handfester Handelsstreit würde die wirtschaftliche Lage weiter belasten.
Auf der anderen Seite steht eine vollgepackte Berichtssaison. In dieser Woche öffnen mehr als ein Dutzend DAX-Konzerne ihre Bücher, darunter Infineon, Rheinmetall und BMW. Die Erwartungshaltung der Analysten gilt als konservativ – entsprechend groß ist das Potenzial für positive Überraschungen. An den US-Börsen reichten solche Effekte zuletzt sogar für neue Rekordstände.
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Zum Wochenschluss rückt dann der US-Arbeitsmarktbericht in den Mittelpunkt. Er bleibt einer der wichtigsten Gradmesser für die künftige Fed-Politik. Hierzulande liefern Auftragseingangs- und Produktionsdaten der deutschen Industrie für März am Donnerstag und Freitag ein erstes konkretes Bild davon, wie tief der Iran-Schock in der Realwirtschaft bereits angekommen ist.
Charttechnisch hängt viel an der Marke von 24.370 Punkten. Ein nachhaltiger Tagesschluss darüber würde den Weg in Richtung 24.835 Punkte freimachen – vorausgesetzt, die Nachrichtenlage lässt es zu.
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