Geopolitische Entspannung als Kurstreiber — der DAX zeigt sich am Freitag stabil, ohne allerdings klare Dynamik zu entfalten. Zwischen vorsichtiger Hoffnung und Wochenendzurückhaltung pendelt der deutsche Leitindex um die 25.130-Punkte-Marke.
USA und Iran: Einigung in Arbeit
Der Auslöser für das positive Grundklima ist klar: Die USA und der Iran nähern sich offenbar einer Einigung auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe. US-Vizepräsident JD Vance sprach von erheblichen Fortschritten bei einer gemeinsamen Absichtserklärung — allerdings ohne Trumps finale Zustimmung und ohne Bestätigung aus Teheran. Der Ölpreis reagierte prompt: Brent-Rohöl fiel um knapp zwei Prozent, was die Hoffnung auf wieder freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus widerspiegelt.
Für den DAX ist das ein zweischneidiges Signal. Günstigere Energiepreise entlasten die Industrie — gefragt waren am Freitag vor allem Zykliker wie Airbus, Zalando, MTU Aero Engines und Autowerte. Auf der Gegenseite verloren Bayer rund 2,7 Prozent, Siemens Energy und Deutsche Bank gaben ebenfalls nach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?
Technik fehlt, Vorsicht bleibt
Was dem DAX fehlt, benennt Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets direkt: Europa hat schlicht keine ausreichenden Technologietitel, um die KI-Euphorie aus Asien und von der Wall Street zu importieren. Der Nikkei kletterte heute um mehr als 2,5 Prozent — für den DAX war ein Plus von rund 0,2 Prozent das Ergebnis des Tages.
Hinzu kommt das Geopolitik-Risiko. Trotz der positiven Nachrichtenlage warnt Thomas Altmann von QC Partners ausdrücklich vor erhöhten Schwankungen. Eine Kompromissfindung im Iran-Konflikt kann jederzeit stocken — und wer am Freitagnachmittag voll investiert ist, trägt das Risiko über das Wochenende.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?
Auf der Konjunkturseite lieferte der deutsche Arbeitsmarkt einen kleinen Lichtblick: Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 6,3 Prozent, nach dem knapp Sechsjahreshoch von 6,4 Prozent im April. Weniger erfreulich: Die Importpreise stiegen im April um 5,3 Prozent im Jahresvergleich — der stärkste Zuwachs seit Januar 2023, getrieben von Energie- und Vorleistungsgütern.
Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507,79 Punkten bleibt damit das nächste relevante Ziel — und liegt derzeit noch rund 380 Punkte entfernt. Ob der Iran-Deal in den kommenden Tagen tatsächlich besiegelt wird, entscheidet maßgeblich darüber, ob dieser Abstand schrumpft oder wieder wächst.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

