Der DAX zeigt sich am Dienstagmorgen unter Abgabedruck. Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex 0,3 Prozent tiefer auf 24.729 Punkte. Damit steuert das Börsenbarometer erneut auf die wichtige 50-Tage-Linie bei 24.624 Punkten zu – eine Marke, die zuletzt schon mehrfach nur knapp verteidigt werden konnte.

Bereits am Montag verlor der DAX an Schwung und ging 0,46 Prozent schwächer bei 24.801 Punkten aus dem Handel. Der Abstand zum letzten Rekord vom 13. Januar, als der Index erstmals über 25.500 Punkte kletterte, beträgt mittlerweile rund 700 Zähler. Die 25.000er-Marke erweist sich aktuell als hartnäckige Hürde.

Keine Impulse von außen

Der Handel verläuft in einem schwierigen Umfeld. Von der Wall Street kommen keine neuen Signale – dort blieben die Börsen am Montag wegen des Presidents‘ Day geschlossen. Auch aus Asien gibt es kaum Orientierung: Der japanische Nikkei 225 weitete am Morgen seine Gewinnmitnahmen nach dem Rekord der Vorwoche aus und verlor zeitweise 0,8 Prozent. Die Börsen in China, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea bleiben wegen des Neujahrsfests weiterhin geschlossen.

Der DAX-Future notierte bis 8.04 Uhr bei 24.770 Punkten, ein Minus von 105 Punkten. Das Tagestief lag bei 24.731 Zählern, was die schwache Verfassung zum Handelsstart unterstreicht.

Geopolitik belastet

Belastend wirken zudem die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Die USA und der Iran nehmen heute in Genf ihre Gespräche über den Atomstreit wieder auf – bei gleichzeitigem massiven Aufbau amerikanischer Luft- und Seestreitkräfte im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump drohte bereits mit militärischen Konsequenzen, sollten die Verhandlungen scheitern. Der Iran wiederum führte Marineübungen nahe der Straße von Hormus durch. Die Sorge vor einer Eskalation zu einem regionalen Konflikt bleibt präsent.

Konjunkturseitig bleibt es heute ruhig. Die Anleger dürften zunächst abwarten, bis aus den USA neue Signale kommen – insbesondere die am Mittwoch anstehenden Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung könnten Hinweise auf den weiteren Zinspfad liefern.