Der DAX befindet sich im Korrekturmodus — und trotzdem schütten die 40 Indexmitglieder in diesem Jahr so viel aus wie nie zuvor. Laut einer aktuellen EY-Analyse steigt die Gesamtausschüttung um 5,9 Prozent auf knapp 55,3 Milliarden Euro. Ein bemerkenswerter Widerspruch zur Kursschwäche.
Der Xetra-Handel ruht heute wegen des Ostermontags. Der nächste Handelstag beginnt am Dienstag, 7. April, um 09:00 Uhr MEZ — und dürfte mit Gegenwind starten.
Kursschwäche durch Öl und Nahostkonflikt
Am Gründonnerstag schloss der DAX bei 22.612 Punkten, ein Minus von 1,5 Prozent. Steigende Ölpreise infolge des Nahostkonflikts belasteten die Stimmung. Analyst Timo Emden von Emden Research warnt: „Die Gefahr einer Stagflation nimmt stetig zu und kann insbesondere in Europa zu einer Rezession führen.“
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Der Iran signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft gegenüber einem US-Vorschlag zur Konfliktlösung, Außenminister Araghtschi schloss direkte Verhandlungen mit Washington jedoch aus. Trumps verlängertes Ultimatum bezüglich der Straße von Hormus zeigte weder an den US-Börsen noch in Asien nennenswerte Wirkung.
Charttechnisch hat der Index nach dem Bruch der 24.000-Punkte-Marke in eine Korrekturphase übergegangen. Widerstände liegen bei 23.051 und 23.476 Punkten, Unterstützungen bei 21.800 und 20.522 Zählern.
Dividendenrekord trotz Krise
Das Bild auf der Ausschüttungsseite ist deutlich freundlicher. 25 der 40 DAX-Konzerne erhöhen ihre Dividende, nur zehn zahlen weniger als im Vorjahr.
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Größter Einzelzahler bleibt die Allianz mit 6,5 Milliarden Euro — neun Prozent mehr als 2024. Die Deutsche Telekom folgt mit 4,8 Milliarden Euro, einem Plus von zehn Prozent. Besonders kräftige Zuwächse verbuchen MTU Aero Engines (+64 Prozent), Commerzbank (+61 Prozent) und Deutsche Bank (+44 Prozent). Rheinmetall hebt die Dividende von 8,10 auf 11,50 Euro je Aktie an — ein Plus von 42 Prozent, das den Rüstungsboom der vergangenen Jahre direkt widerspiegelt.
Auf der anderen Seite stehen die Autokonzerne: Mercedes-Benz kürzt die Ausschüttung um 19 Prozent, die Porsche Automobil Holding um 21 Prozent. Die durchschnittliche Dividendenrendite im DAX liegt dennoch bei rund drei Prozent — und damit weiterhin klar über Tages- und Festgeldniveaus.
Zur Eröffnung am Dienstag rückt die 22.000-Punkte-Marke als zentrale Zone in den Blick. Stabilisiert sich der Index dort, könnte der Dividendenrückenwind aus dem Finanz- und Versicherungssektor kurzfristig als Puffer wirken — zumal Banken und Versicherungen 2025 Rekordergebnisse verbucht haben.
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