Der deutsche Leitindex kommt nicht zur Ruhe. Am Mittwoch ging der DAX mit einem Minus von 0,72 Prozent bei 24.603 Punkten aus dem Handel – und auch im frühen Donnerstagshandel zeigten die Futures nur zaghafte Erholungsversuche. Der März-Kontrakt notierte gegen 6.05 Uhr bei 24.694 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 24.809 Zähler geklettert war.
Die Gründe für die anhaltende Schwäche? Vor allem die miese Stimmung in der Technologiebranche lastet auf dem Index. „Viel Technologie steckt zwar nicht im DAX, aber wenn diese Aktien Federn lassen müssen und wie SAP oder Siemens hoch gewichtet sind, bekommt das der Index durchaus zu spüren“, erklärt Christine Romar von CMC Markets. Sorgen über neue KI-Tools und deren potenzielle Auswirkungen auf traditionelle Geschäftsmodelle verunsichern Investoren weiterhin.
Software-Riesen unter Druck
Besonders bitter traf es Siemens: Die Aktie brach um 7,2 Prozent ein. Analysten wie Max Yates von Morgan Stanley warnen, dass die allgemeine Abwertung des Software-Sektors nicht länger ignoriert werden könne. Der Software-Anteil der Sparte Digital Industries mache mittlerweile 20 Prozent des gesamten Konzernwerts aus – eine angepasste Bewertung würde den Gesamtwert um vier Prozent senken.
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Auch Infineon gab trotz solider Quartalszahlen um 1,9 Prozent nach. SAP-Aktien retteten sich knapp ins Plus, nachdem sie am Vortag bereits deutlich gelitten hatten. Selbst außerhalb der klassischen Tech-Werte zeigte sich die Verunsicherung: Die Immobilienplattform Scout24 verlor 5,4 Prozent, ebenfalls aus Furcht vor KI-Konkurrenz.
Emissionshandel bringt gemischte Signale
Ein Lichtblick kam ausgerechnet aus Brüssel: Laut einem Handelsblatt-Bericht plant die EU-Kommission, kostenlose CO2-Zertifikate länger als geplant auszugeben, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Die Reaktion fiel gespalten aus. Während Heidelberg Materials brutal abstürzten – minus zehn Prozent – sprangen Chemie- und Autowerte nach oben. BASF legte um 5,0 Prozent zu, Brenntag gewann knapp zehn Prozent. VW, BMW und Mercedes kletterten um rund vier Prozent.
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Der Grund für die unterschiedlichen Reaktionen: Heidelberg Materials hatte sich als Vorreiter bei der Dekarbonisierung positioniert und galt als Profiteur strengerer Klimaregeln. Eine Aufweichung des Emissionshandels macht diesen Vorteil zunichte. Die Chemie- und Autobranche hingegen atmet auf.
Marktexperte Andreas Lipkow bringt die aktuelle Stimmung auf den Punkt: „Die Vorsicht bleibt derzeit ein stetiger Begleiter der Investoren.“ Neben der Tech-Schwäche belasten auch die Spannungen im Nahen Osten und durchwachsene Quartalszahlen. Der MDAX verlor am Mittwoch 0,04 Prozent auf 31.525 Punkte, der EuroStoxx 50 gab um 0,41 Prozent nach.
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