Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise. Parallel dazu rollt eine gigantische Zahlenwelle auf den deutschen Aktienmarkt zu. Der halbe DAX öffnet in der neuen Handelswoche seine Bücher. Für Investoren bedeutet das ein Wechselbad zwischen Unternehmensfakten und globalen Krisen.
Der Leitindex startet mit Rückenwind in diese Phase. Am Freitag schloss der DAX bei 24.292 Punkten. Das entspricht einem Tagesplus von 1,41 Prozent. Damit hat das Barometer die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Zählern zurückerobert.
Auch den 50-Tage-Durchschnitt bei rund 23.860 Punkten ließ der Index hinter sich. Auf Jahressicht steht allerdings noch ein leichtes Minus von gut einem Prozent auf der Anzeigetafel.
Berichtssaison erreicht den Höhepunkt
Analysten erwarten überwiegend solide Ergebnisse. Europäische Konzerne dürften die konservativen Schätzungen übertreffen. Der Donnerstag wird dabei zum Schwergewichts-Tag. Gleich fünf große Konzerne legen morgens ihre Bilanzen vor:
- Lufthansa (07:00 Uhr)
- Zalando (07:00 Uhr)
- Daimler Truck (07:00 Uhr)
- BMW (07:30 Uhr)
- Infineon (07:30 Uhr)
International ziehen Palantir, Walt Disney und Shell nach. Die Berichtssaison bietet damit ein starkes Gegengewicht zur geopolitischen Unsicherheit.
Richtungsentscheid für die Commerzbank
Ein politisch brisantes Event steht bereits am Montag an. Die UniCredit hält eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Auf der Agenda steht das geplante Übernahmeangebot für die Commerzbank.
Die Italiener besitzen bereits knapp 30 Prozent der Anteile. Aktionäre sollen für jedes Commerzbank-Papier 0,485 neue UniCredit-Aktien erhalten. Das Frankfurter Management lehnt die Offerte weiterhin ab.
Zinspause und US-Arbeitsmarkt
Unterstützung von den Notenbanken bleibt vorerst aus. Die EZB belässt den Einlagenzins bei 2,0 Prozent. Die Inflation in der Eurozone stieg im April wieder auf drei Prozent. Auch die US-Notenbank Fed pausiert bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Zum Wochenschluss rücken Konjunkturdaten in den Fokus. Am Freitag veröffentlicht die US-Regierung den Arbeitsmarktbericht. Diese Zahlen gelten als entscheidend für die künftige Geldpolitik in Washington.
Die charttechnischen Weichen für den DAX sind gestellt. Ein Anstieg über den ersten Widerstand bei rund 24.270 Punkten eröffnet weiteres Potenzial. Fällt der Index hingegen nachhaltig unter die Unterstützung bei 23.408 Punkten, ist das aktuelle Aufwärtsszenario hinfällig.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 2. Mai liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

