DAX: Straße von Hormus entscheidet

Die angekündigte US-Seeblockade der strategischen Ölpassage treibt die Energiepreise und stellt eine direkte Gefahr für die Aktienmärkte dar, da Anleger die Eskalation kaum eingepreist hatten.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Seeblockade bedroht globale Ölversorgung
  • Ölpreis als Schlüsselfaktor für DAX-Entwicklung
  • Anleger auf Eskalation nicht vorbereitet
  • Kritische Chartmarken für den deutschen Leitindex

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran war von Anfang an brüchig — nun ist klar, warum. Die Gespräche in Islamabad endeten am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung, und die Märkte dürften das zum Wochenstart spüren.

US-Präsident Trump kündigte unmittelbar nach dem Scheitern der Verhandlungen eine Seeblockade der Straße von Hormus an. Die US-Marine soll alle Schiffe abhalten, die Meerenge zu passieren — und Seeminen iranischer Herkunft zerstören. Eine Reaktion mit Sprengkraft für die Finanzmärkte: Die Straße von Hormus ist die Lebensader des globalen Ölhandels. Solange dieser Engpass unter militärischem Druck steht, bleibt der Ölpreis ein Gefahrenherd für die Aktienmärkte.

Broker IG rechnet zum Wochenstart mit fallenden Kursen und einem anziehenden Ölpreis. Marktanalyst Timo Emden warnt, viele Anleger seien auf diese Eskalation schlicht nicht vorbereitet — die Märkte hätten eine erneute Zuspitzung zuletzt kaum eingepreist.

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Öl als entscheidender Dreh- und Angelpunkt

Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management hat die Messlatte klar benannt: Ein Rohölpreis unter 90 Dollar würde Inflationsängste dämpfen, Spielraum für Zinssenkungen schaffen und damit Aktien strukturell stützen. Klettert der Preis über 100 Dollar — was bei einer anhaltenden Blockade der Meerenge durchaus realistisch ist — wird es für den DAX eng.

Bereits im März hatte die Teuerung in den USA spürbar angezogen. Die am Dienstag anstehenden US-Produzentenpreise dürften diesen Trend weiter bestätigen. Und am Donnerstag folgen die chinesischen Wachstumszahlen für das erste Quartal — ein weiterer Gradmesser dafür, wie stark die geopolitische Lage die Weltwirtschaft bereits belastet.

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Berichtssaison und Banken im Blickfeld

Parallel läuft in den USA die Quartalsberichtssaison an. Im Fokus stehen zunächst die großen Finanzwerte — Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup legen ihre Zahlen vor. Für Deutsche Bank und Commerzbank könnten diese Berichte für Bewegung sorgen, auch wenn belastbare Hinweise darauf, wie sich die gestiegenen Energiepreise auf die Unternehmensgewinne auswirken, erst später erwartet werden.

Hierzulande stehen Analystenveranstaltungen von Mercedes-Benz am Montag und BMW am Dienstag auf der Agenda. Beide Autokonzerne dürften sich dabei mit den gestiegenen Energiekosten und deren Folgen für die Margenentwicklung konfrontiert sehen.

Aus charttechnischer Sicht zeigt der DAX nach den jüngsten Jahreshochs erste Schwächesignale. Die Zone um 23.600 Punkte gilt als kritische Unterstützung — fällt der Index darunter, dürfte der Verkaufsdruck zunehmen. Die Marke von 24.375 Punkten markiert die Schwelle, ab der das Bild wieder freundlicher werden würde.

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Über Dieter Jaworski 2950 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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