Der Iran-Krieg geht in seine sechste Woche — und die Spannung an den Märkten steigt spürbar. Trumps Frist an Teheran läuft heute Nacht ab. Eine Einigung ist nicht in Sicht.
23.000 Punkte: Die Linie im Sand
Der DAX startet weitgehend unverändert in die Osterwoche, knapp unter der Marke von 23.200 Punkten. Die vorbörslichen Futures lagen zuletzt bei rund 23.338 Zählern. Entscheidend bleibt die 23.000-Punkte-Schwelle — seit Kriegsbeginn Ende Februar wurde sie an bereits sechs Handelstagen mindestens einmal durchbrochen. Marktbeobachter halten weitere solcher Ausschläge für gut möglich.
Trump hatte dem Iran ultimativ gedroht: Öffnet Teheran die Straße von Hormus nicht bis Mittwochnacht, drohe die „völlige Zerstörung“ iranischer Kraftwerke und Brücken. Die iranische Militärführung bezeichnete die Drohungen als „haltlos“ — und bekräftigte, den Kurs nicht zu ändern. Pakistan soll beiden Seiten einen 45-tägigen Waffenstillstand vorgeschlagen haben, doch Teheran lehnte ab.
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Ölpreis als Taktgeber
Die blockierte Meeresenge ist das Kernproblem für die Märkte: Über die Straße von Hormus fließt ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gastransports. Steigen die Energiepreise weiter, klettern Inflation und Konjunktursorgen mit. Die deutschen Verbraucherpreise legten im März bereits auf 2,7 Prozent zu — ein ähnliches Bild zeigt sich in der EU.
Besonders im Blick steht die US-Inflation für März, die am Freitag veröffentlicht wird. Sie gilt als erster belastbarer Gradmesser dafür, wie stark der Nahostkonflikt die amerikanische Wirtschaft bereits trifft. In den vergangenen Monaten hatte sich der Preisanstieg in den USA von 2,7 Prozent Ende 2025 auf 2,4 Prozent verlangsamt — dieser Trend dürfte nun unter Druck geraten.
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Wie sich die höheren Energiekosten auf die Unternehmensgewinne auswirken, wird sich erst zeigen, wenn die Quartalsberichte im April und Mai vorliegen. Die Berichtssaison beginnt damit in einem denkbar unsicheren Umfeld.
Dividendenrekord als Gegenpol
Inmitten der geopolitischen Turbulenzen gibt es einen bemerkenswerten Kontrast: Die 40 DAX-Konzerne schütten für das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen rund 55,3 Milliarden Euro aus — ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber 2025 und ein neuer Rekordwert. 25 der 40 Indexmitglieder erhöhen ihre Dividende. Schwache Konjunktur hin oder her — die Ausschüttungsbereitschaft der deutschen Großkonzerne bleibt bemerkenswert robust.
Kurz vor Ostern erholt sich der Markt damit auf wackeligem Fundament. Das Wochenplus von knapp vier Prozent aus der Vorwoche ist verdient — aber noch keine Entwarnung.
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