Der deutsche Leitindex kommt nach dem gestrigen Angriff auf die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke vorerst ins Stocken. Im vorbörslichen Handel notiert der DAX rund 0,1 Prozent schwächer bei knapp 25.000 Punkten – nur einen Hauch unter dem gestrigen Tageshoch von 25.016 Zählern. Die Zurückhaltung überrascht nicht: Am Mittwoch steht der mit einer Woche Verspätung veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht an.
Tech-Aktien als Kurstreiber
Der gestrige Handelsverlauf zeigt das Muster deutlich: Während der europäische Vormittag noch von Vorsicht geprägt war, zogen die Kurse im späten Handel kräftig an. Verantwortlich dafür waren vor allem Technologiewerte, die beide Seiten des Atlantiks nach oben zogen. Der Nasdaq 100 eroberte seine wichtige 100-Tage-Linie zurück – ein technischer Indikator für den längerfristigen Trend. Der DAX profitierte von dieser positiven Stimmung und kletterte bis zum Handelsschluss deutlich.
Doch die Euphorie könnte sich als kurzlebig erweisen. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, warnt vor den Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt: „KI wird zu einem echten Jobkiller bei den gut bezahlten Technologieberufen und kann dadurch erkennbare Spuren im Konsumverhalten und auf dem US-Immobilienmarkt hinterlassen.“
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Warteschleife bis Mittwoch
Die Anleger befinden sich in einer klassischen Warteschleife. Der verspätete Januar-Arbeitsmarktbericht wird für Mittwoch erwartet – Ökonomen rechnen mit 70.000 neu geschaffenen Stellen nach 50.000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote soll bei 4,4 Prozent verharren. Schon im Vorfeld hatte Kevin Hassett, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, auf schwächere Beschäftigungszahlen in den kommenden Monaten hingewiesen. Seine Begründung: Die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung bremse das Wachstum der Erwerbsbevölkerung, während neue KI-Tools die Produktivität steigerten.
Vor diesem Hintergrund dürfte sich der DAX heute in einer engen Handelsspanne bewegen. Das nächste Zwischenhoch liegt knapp unter 25.100 Punkten – zunächst gilt es aber, die 25.000er-Marke nachhaltig zu überwinden. Die DAX-Futures zeigen sich im frühen Handel mit leichten Abschlägen von 23 Punkten auf 25.077 Zähler.
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Bereits heute Nachmittag stehen weitere US-Konjunkturdaten an: Einzelhandelsumsätze sowie Import- und Exportpreise könnten erste Hinweise auf die Verfassung der größten Volkswirtschaft der Welt liefern. Am Freitag folgen dann die Verbraucherpreise für Januar – ein weiterer Gradmesser für die künftige Geldpolitik der Fed.
Die europäischen Börsen zeigten sich gestern noch robust: Der DAX legte 1,2 Prozent zu, der Euro Stoxx 600 gewann 0,7 Prozent. Unterstützung kam von positiven Unternehmensnachrichten und einer deutlichen Verbesserung der Anlegerstimmung in der Eurozone im Februar. Ob diese Stärke anhält, dürfte maßgeblich von den US-Daten abhängen.
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